Unfall Aufprall reißt Motorblöcke aus Karosserie

Andreas Wolfger

Zwischen Steinwiesen und Tschirn hat sich am Montag ein schwerer Unfall ereignet, bei dem eine Person starb. Für die Staatsanwaltschaft soll ein Gutachter nun klären, wie genau es dazu kommen konnte.

Auf der Kreisstraße KC 16 kam es am Montagmorgen zu einem schweren Zusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen. Dabei wurde ein 24-Jähriger schwer verletzt. Ein 57-jähriger Mann verlor sein Leben. Außerdem riss die Wucht des Aufpralls bei beiden Fahrzeugen die Motorblöcke aus der Karosserie, bevor die PKWs schließlich am Fahrbahnrand zum Stehen kamen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 60 000 Euro. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft bestellte man zur Unterstützung bei den Ermittlungen einen Sachverständigen an die Unfallstelle, um die Umstände, welche zu dem Zusammenstoß führten, zu klären. Folglich konnte die Straße, wie die Polizeiinspektion Ludwigstadt mitteilt, erst am frühen Nachmittag gegen 14.30 Uhr wieder freigegeben werden.

Wie dem Polizeibericht zu entnehmen ist, ereignete sich der Unfall etwa gegen 7.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt begab sich der 57-Jährige aus dem Landkreis Kronach mit seinem Skoda Octavia Richtung Steinwiesen, als ihm der 24-Jährige mit seinem VW Passat entgegenkam. „Das Schadensbild vor Ort war massiv“, berichtet Michael Schnappauf, Kommandant der Feuerwehr Tschirn und Einsatzleiter vor Ort. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die beiden Fahrzeuge mit sehr hoher Geschwindigkeit frontal aufeinandergetroffen seien. Hierfür spreche in seinen Augen das ungewöhnliche Schadensbild, bei dem beide Motorblöcke aus den Fahrzeugen herausgerissen worden seien. Außerdem seien beide Fahrer in ihren Autos eingeklemmt worden und hätten mithilfe von Spezialwerkzeug befreit werden mussten. „Bis man sich von so einem Anblick erholt hat, dauert das einige Zeit“, erklärt er.

Während der 24-Jährige von den Einsatzkräften stabilisiert werden und per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Thüringen gebracht werden konnte, erlag der 57-Jährige offenbar bereits bevor Rettungskräfte eintrafen seinen Verletzungen. „Als die Kollegen vom Rettungsdienst an der Unfallstelle ankamen, war die Fahrbahn spiegelglatt“, heißt es seitens der Integrierten Leitstelle Coburg. Folglich gehe man davon aus, dass die Straßenverhältnisse zumindest eine Teilverantwortung für das Unglück hätten. Neben dem Unfall auf der KC 16 habe es in der Region am Montag noch zwei weitere schwere Glätteunfälle gegeben.

 

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