Feuer in Firma Wallenfels: Brand geht glimpflich aus

Feuer am späten Dienstagabend in Wallenfels im Landkreis Kronach: Auf dem Gelände einer Firma, die Polstergestelle herstellt, brennt es.

Wallenfels - Am Dienstagabend gegen 21.15 Uhr sind Anwohner in der Straße Am Fallenholz in Wallenfels durch einen explosionsartigen Knall aufmerksam geworden. Beim Blick aus dem Fenster entdeckten sie Rauch und Flammen in der Fertigungshalle einer Firma für Polstergestelle. Die alarmierten Feuerwehren aus Wallenfels, Steinwiesen, Geuser, Zeyern, Kronach, Stadtsteinach und Wartenfels konnte den Brand jedoch schnell unter Kontrolle bringen. Außerdem waren auch der Rettungsdienst, das THW sowie die Kronacher Polizei im Einsatz. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Rund 50 000 Euro Sachschaden

Wie es zu dem Feuer mit bislang unklarer Ursache gekommen ist, ermittelt nun die Kriminalpolizei Coburg. „Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Sachschaden in Höhe von 50 000 Euro“, teilt Julia Fug vom Polizeipräsidium Oberfranken am Mittwochvormittag mit.

Matthias Schuhbäck, Dienststellenleiter der Kronacher Polizei, war selbst mit vor Ort. Auf Anfrage berichtet er über seine Eindrücke während des Einsatzes. „Der Brand ist tatsächlich in der Halle ausgebrochen“, sagt er. Die Flammen hätten sich jedoch langsam nach außen durchgearbeitet. „Die Metall-Paneele der Halle haben sich durch die Hitze verschoben. Dadurch haben sich Lücken gebildet und die Flammen konnten nach außen durchschlagen. Auch dort gelagertes Holz hat sich mit entzündet“, erzählt er. Darüber hinaus seien Maschinen zur Holzverarbeitung sowie Holzrohteile, Farben, Lacke und sonstige Gebrauchsmaterialien in der Halle untergebracht gewesen. Die Schläge, die die Anwohner auf das Feuer aufmerksam gemacht haben, seien vermutlich durch explodierende Spraydosen entstanden. Da könne man nur von Glück sprechen, dass sich die Halle nahe der Ortsdurchfahrt befinde und der Brand zu einer Zeit ausgebrochen sei, zu der die meisten Leute noch wach gewesen seien und das Feuer bemerken konnten. Er ist sich sicher: „Sonst hätte das auch anders ausgehen können.“

Kriminalpolizei ermittelt

Die Polizei sei etwa bis Mitternacht vor Ort gewesen, dann habe der Kriminaldauerdienst die weiteren Untersuchungen übernommen. Jetzt fange für die Ermittler erst die Kleinarbeit an: das Forschen nach der Ursache.

Ebenfalls vor Ort war der Wallenfelser Kreisbrandmeister Hans Stumpf. Er berichtet von weit mehr als 100 Feuerwehrleuten, die im Einsatz gewesen seien. „Bei meiner Ankunft hat es in einem Eck der Halle gebrannt. Ein Fenster war schon rausgeschlagen, wahrscheinlich durch die Hitze“, erzählt er. Sofort habe man mit der Brandbekämpfung begonnen. Bei so einer Halle bestehe immer die Gefahr einer sogenannten Durchzündung, bei der mit einem Mal das gesamte Gebäude in Brand stehen könnte. „Daher sind wir recht vorsichtig rangegangen und haben schon vorausschauend Riegelstellungen gebildet, Schlauchleitungen verlegt, und Strahlrohre in Bereitschaft aufgestellt“, berichtet Hans Stumpf.

Übung zahlt sich aus

Das Löschen der Flammen sei glücklichweise recht schnell gelungen. Danach hätten noch diverse Nachlöscharbeiten stattgefunden – „wie bei fast jedem Feuer“. Die Wallenfelser Feuerwehr sei dann noch bis zum frühen Morgen vor Ort gewesen um Brandwache zu halten. „Der Brand an sich war nicht groß, er hätte aber groß werden können“, fasst Hans Stumpf zusammen. Ein großer Vorteil sei gewesen, dass die Wallenfelser Feuerwehr schon einmal auf genau diesem Firmengelände geübt habe. „Die dortigen Gegebenheiten waren uns also recht gut bekannt, das hat auf jeden Fall geholfen“, sagt er. Aus seiner Sicht habe alles gut geklappt, auch die Zusammenarbeit mit den anderen Feuerwehren.

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