Für die Kanalgebühren müssen die Grafengehaiger ab nächstem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Eine Erhöhung um fast 40 Prozent hat VG-Kämmerin Mandy Knarr nun dem Gemeinderat vorgeschlagen, der diese notgedrungen auch genehmigt hat. Pro Kubikmeter sind dann 6,12 Euro anstatt bisher 4,41 Euro zu entrichten. Auch die Grundgebühr steigt je nach Einleitungsmenge pro Stunde auf 105 bis 145 Euro im Jahr; das sind zehn bis 15 Euro mehr. Grund für die Erhöhung ist das Defizit von 70.000 Euro aus den Jahren 2023 bis 2025. In die neue Gebühr sind auch erwartete Kostensteigerungen allgemein und für Personal eingepreist – außerdem 50.000 Euro für das Kanalkataster berechnet und 100.000 Euro für die Erneuerung der Rechen in der Kläranlage Grafengehaig und Seifersreuth. Die werden auf 40 Jahre umgelegt. Alle tatsächlichen Kosten für Wasser und Kanal müssen direkt an die Verbraucher beziehungsweise Einleiter im einem Versorgungssystem gleichmäßig weitergegeben werden. Zu Grafengehaig mit den Ortsteilen gehört auch der Helmbrechtser Stadtteil Gösmes.