Landkreis Kulmbach Inzidenz schnellt auf Wert von 337,4

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Bei 70 weiteren Landkreisbewohnern ist der PCR-Test am Dienstag positiv ausgefallen. Foto: /Waltraud Grubitzsch/dpa

70 neue Corona-Fälle an einem Tag: Das erhöht auch im Landkreis Kulmbach die Inzidenzwerte deutlich.

Kulmbach - 70 neue Coronafälle und damit 31 mehr als vor einer Woche ließen die Inzidenz im Landkreis Kulmbach am Dienstag deutlich in die Höhe schnellen. Das Kulmbacher Land liegt jetzt bei einem Wert von 337,4, berichtet das Landratsamt. Vor einer Woche waren es noch 243,6 346 aktuelle Corona-Fälle sind derzeit im Kreis bekannt, davon fallen 241 in die vergangenen sieben Tage. 480 (Vortrag 427) Menschen befinden sich jetzt in Quarantäne. Am Klinikum Kulmbach verschärft sich die Situation. 18 Patienten werden dort nun wegen Corona stationär behandelt. 13 waren es am Vortag. Laut Divi Intensivregister befanden sich am Dienstag vier Corona-Patienten auf der Intensivstation, drei davon mussten invasiv beatmet werden. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten in Kulmbach ist inzwischen auf 16 Prozent gestiegen.

Auch wenn die Regeln, die nun gelten, weitgehende Einschränkungen ausschließen, ruft der Chef des Krisenstabs am Landratsamt, Oliver Hempfling, zu Vorsicht auf. Es sei klug, jetzt wieder verstärkt auf die allgemeinen Hygieneregeln zu achten, Abstand zu halten, die Hände regelmäßig zu desinfizieren und Maske zu tragen. „Das allein bringt schon viel.“ Auch wenn so manches nicht mehr verboten ist, sei es doch nicht verkehrt, sich zu fragen, ob bestimmte Dinge jetztwirklich sein müssen oder ob nicht doch Zurückhaltung jetzt die bessere Entscheidung ist, sagt Hempfling. Die Frage sei, ob Vereinsversammlungen oder auch private Feiern jetzt wirklich stattfinden müssen. „Im Vergleich zu vielen anderen bayerischen Regionen haben wir noch eine Chance, Inzidenzwerte von 700 oder noch mehr zu verhindern. Das geht aber nur durch selbst auferlegte Zurückhaltung“, betont Hempfling. mbu

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