Das Getreide der Region leidet unter der Trockenheit: Die Pflanzen haben Durst“, sagt Thomas Lippert. Der Wassermangel stresse die Pflanzen. Das zeige sich am Ertrag – und der frühen Reife. Der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Hof-Wunsiedel nennt zwei Beispiele: So bildet die Sommergerste kleinere Körner („Schrumpf- oder Schmachtkorn“) aus. Und der Roggen entwickelt weniger Körner – der Fachmann spricht von „Taub-Ährigkeit“. „Verglichen mit normalen Jahren beginnt dieses Jahr die Ernte zudem eine Woche eher.“ Auch Ölpflanzen reagieren nach Lipperts Worten auf die Trockenheit: In der Region erfolge der Drusch des Rapses zehn Tage zeitiger als vergangenes Jahr: Damals sei es durchschnittlich feucht, aber kühler gewesen.