Langer Stau und Dieselverlust Sattelzug rutscht auf winterlicher A9 bei Berg

Ein Lkw rutschte am Dienstagmorgen auf der A9 bei Berg gegen die Schutzplanken. Es kam zu einem langen Stau.

Der Lkw landete an der Schutzplanke: Für die Bergungsarbeiten war die Autobahn über eine Stunde komplett gesperrt. Foto: Polizei

Ein verunfallter Sattelzug sorgte am frühen Morgen des Dienstags auf der A9 bei Berg für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Der 42-jährige Fahrer aus Leipzig verlor gegen 3.36 Uhr auf winterglatter Fahrbahn die Kontrolle über seinen 40-Tonner, der mit Postpaketen beladen war, und rutschte gegen die Schutzplanken.

Nach der Werbung weiterlesen

Dabei wurden rund 20 Meter der Leitplanke beschädigt, bevor sich die Zugmaschine mit Teilen der Barriere verkeilte und der Sattelzug teils auf der Fahrbahn, teils im Grünstreifen zum Stehen kam. Das berichtet die Hofer Verkehrspolizei.

Fahrer übersteht Unfall unverletzt

Der Fahrer blieb unverletzt, der Sachschaden am Lkw und an den Leitplanken wird auf rund 120.000 Euro geschätzt. Laut Autobahnpolizei Hof war überhöhte Geschwindigkeit unter winterlichen Bedingungen die Ursache des Unfalls.

Autobahn für eine Stunde komplett gesperrt

Im Zuge der Bergungs- und Reinigungsarbeiten war die Richtungsfahrbahn Berlin für über eine Stunde komplett gesperrt. Dabei bildete sich zeitweise ein Stau von bis zu zwei Kilometern. Aus dem beschädigten Tank des Sattelzugs trat Diesel aus und sickerte ins Erdreich. Die Autobahnmeisterei Münchberg beauftragte eine Spezialfirma mit der Beseitigung. Der rechte Fahrstreifen ist derzeit noch gesperrt.

Die Polizei leitete gegen den Fahrer ein Bußgeldverfahren ein. An der Unfallstelle waren neben zwei Polizeifahrzeugen auch zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr Berg im Einsatz.