Carl gehört seit einigen Jahren zu den besten Skilangläuferinnen der Welt. Neben Olympia-Gold im Teamsprint gewann sie 2022 zudem Silber mit der Staffel, mit der sie auch bei den Weltmeisterschaften 2023 (Silber) und 2025 (Bronze) jeweils eine Medaille holte.
Mit ihrem Ausfall für die Wettbewerbe, die bei Olympia im bestens bekannten Fleimstal ausgetragen werden, wird dem deutschen Team eine große Medaillenhoffnung fehlen.
"Am Ende tut es mir einfach leid, dass jemandem das große Ziel versagt bleibt, der sich über Jahrzehnte akribisch vorbereitet. Die Olympischen Spiele zu verpassen, ist natürlich bitter", sagte Schlickenrieder der Deutschen Presse-Agentur. In einer ARD-Interviewsequenz kämpfte der Cheftrainer mit den Tränen. "Das tut uns weh."
Cheftrainer hofft auf 2030
Der Teamchef hatte bereits Ende Oktober gesagt, dass er mit einer längeren Sperre für seine Athletin rechne. "Ich fürchte, es wird noch mal eine schmerzhafte Phase für die Vicky werden. Im Moment kann man als sicheres Ziel wahrscheinlich nur 2030 festlegen", hatte Schlickenrieder bei der DSV-Einkleidung in Nürnberg gesagt.
Einen Start bei den Winterspielen 2030 in Frankreich sieht Schlickenrieder als absolut realistisch. "Vicky, da werden wir Olympiasieger und da gehst du dann als große Langläuferin von deiner Bühne", sagte er. Carl liebe den Sport über alles und sei eine Motivationskünstlerin: "Wenn die Gesundheit mitmacht, ist das schon absolut realistisch."