Die CSU-Landtagsfraktion drängt darauf, den Schutzstatus des Fischotters abzusenken, um dessen Entnahme aus der Natur zu ermöglichen. Hintergrund sind die wachsenden Schäden, die die Otter in der Teichwirtschaft anrichten. Bayernweit waren es in den vergangenen beiden Jahren jeweils rund 1,5 Millionen Euro, davon in Oberfranken zuletzt knapp 200 000 Euro. Die mit Abstand größten Schäden gab es in der Oberpfalz. Für das laufende Jahr wird mit weiter steigenden Schäden gerechnet. Beim aktuellen Abfischen von Karpfenteichen meldeten Teichwirte Verluste von 75 bis 95 Prozent. Nach Ansicht der CSU-Fraktion ist der strenge Schutzstatus angesichts der massiven Auswirkungen auf die Fischbestände in Bayern „nicht mehr gerechtfertigt“. Die Lage für viele Teichwirte sei „existenzbedrohend“.