Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) will das mehr als 30 Jahre alte Verfahren zur Lehrkräfteversetzung überarbeiten. Ziel sei der möglichst heimatnahe Einsatz von Lehrerinnen und Lehrern, erklärte Stolz im Bildungsausschuss des Landtags. In den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder heftige Kritik an dem Verfahren, das vor allem junge Lehrkräfte aus Franken und der Oberpfalz zum Dienst in Oberbayern oder Schwaben verpflichtete. Wegen des dort weiterhin höheren Lehrkräftebedarfs wird es ohne die Versetzungen auch in Zukunft nicht gehen. Stolz versprach den Betroffenen aber zumindest mehr Planungssicherheit. Einzelheiten sollen nun in einem Dialogprozess mit Landtag und Lehrerverbänden erarbeitet werden.