Das Abendsportfest in Chemnitz beschränkte sich auf die Laufdisziplinen bis maximal 600 Meter. Die Altersklasseneinteilung erfolgte bereits wie im Jahr 2025.
Dreispringer Max Heß, Siebter bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris, war nur einer der vielen Top-Athleten beim Abendsportfest in Chemnitz. Für die LG Hof war es auch aus anderen Gründen ein ganz besonderer Tag.
Das Abendsportfest in Chemnitz beschränkte sich auf die Laufdisziplinen bis maximal 600 Meter. Die Altersklasseneinteilung erfolgte bereits wie im Jahr 2025.
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Die jungen Nachwuchs-Athletinnen Frieda und Luise Reuther, Giulia Ettorre, Luise Friedrich (alle Jahrgang 2010) sowie Felina Neudert und Veronika Wirth (Jahrgang 2011) schlugen sich über „30 Meter fliegend“ und über die klassische 60-Meter-Distanz sehr ordentlich. Vor allem bekamen sie Lust auf die anstehenden Hallenwettkämpfe in Bayern im Januar, dann sicherlich mit weniger starker Konkurrenz.
Für die besten Sprintzeiten sorgte die Jüngste aus dem Team der Trainerinnen Laura Schörner und Annika Jahreiß. Samia Rödel (Jahrgang 2012) sprintete die „30 Meter fliegend“ in 3,97 Sekunden und die 60 Meter in 9,09 Sekunden.
Angesichts der mit Kaderathleten gespickten Veranstaltung ging es auch für die männlichen Jugendlichen der LG Hof nicht um vordere Platzierungen, sondern um eine Standortbestimmung aus dem Training heraus. Die Sprinter Jan Luca Schaller (U18), Noah Weber und Maximilian Dengler (U20) freuten sich gemeinsam mit Trainer Hans-Jürgen Geißer über einige persönliche Bestleistungen. Unter anderem steigerten Weber und Dengler ihre 60-Meter-Bestzeiten auf 7,80 und 7,83 Sekunden. Finn Brunner (U18), der eher auf den längeren Distanzen zuhause ist, nutzte den Wettkampf in Chemnitz als intensives Schnelligkeitstraining.
Der 25-jährige Noah Schimmel möchte von der 400-m-Strecke auf die Mittelstrecke wechseln und hat sein Training darauf ausgerichtet. Nach einer extrem langen Wartezeit - das Meeting begann um 15.30 Uhr - kniete er erst nach 22 Uhr im Startblock und verpasste mit 40,02 Sekunden über 300 Meter nur äußerst knapp sein angepeiltes Ziel, eine 39er Zeit.
Für die besten Leistungen aus Sicht der LG Hof sorgte wie erwartet Eni Kuske, die nun der Altersklasse U20 angehört. Nach harten Trainingswochen fehlte auf den kurzen Sprintstrecken (30 m fliegend 3,37 s Platz 3 und 60 m 7,99 s Platz 9) etwas die Spritzigkeit. Über die selten gelaufene 150-Meter-Distanz behauptete sie sich mit 18,97 Sekunden und Platz eins knapp gegen die starke Konkurrenz aus Leipzig und Jena.
Für die gesamte Gruppe der LG Hof, einschließlich Eni Kuskes Eltern, war dieser Lauf ein ganz besonders emotionaler Moment. Zum letzten Mal trat die Kaderathletin, die zum TSV Zirndorf wechselt, im Trikot der LG Hof an. Dass anschließend nicht nur bei ihr einige Tränen flossen, zeigt die große sportliche, aber auch persönliche Verbundenheit zu ihrem Heimatverein.