Leichtathletik Laura Jungnickl verteidigt Bayern-Titel

Laura Jungnickl überzeugte mit einem Sieg im Diskuswurf und einem dritten Platz im Kugelstoßen bei der bayerischen Meisterschaft. Foto: /Jürgen Grießhammer

Auch Halsprobleme und das regnerische Wetter können die Leichtathletin der TS Selb nicht stoppen. Sie wirft den Diskus bei der bayerischen Meisterschaft auf 34,17 Meter und freut sich nun auf die Deutsche.

Selb/Rehau - „Drei Starts, drei Medaillen – das ist eine tolle Bilanz!“ resümierte Jürgen Grießhammer, Sportwart der LG Fichtelgebirge, die Erfolge der heimischen Sportler bei den bayerischen Meisterschaften der U 23 und U 16 in Hösbach. „Trotzdem hätten es noch mehr Medaillen sein können, wenn die Corona-bedingte, sehr späte Verlegung dieser Meisterschaften auf Ende August nicht mit den gebuchten Urlaubsterminen einiger aussichtsreicher Sportler kollidiert wäre“, erklärte er.

Nichtsdestotrotz kann sich Laura Jungnickl (TS Selb) sehr freuen, dass sie ihren Vorjahrestitel im Diskuswurf auch in der W 15 verteidigt hat. Dabei war wenige Tage zuvor noch nicht einmal klar, ob sie wegen Halsproblemen überhaupt antreten kann. Umso mehr freute sich ihr Trainer Frank Hörl über die hervorragenden 34,17 Meter. „Mit dieser Weite kann sie nächste Woche bei den deutschen Meisterschaften in Hannover den Endkampf erreichen.“

Auch für das Kugelstoßen war Lauras Ziel, auf das Treppchen zu gelangen. Sie belegte von Beginn an Platz zwei hinter der Favoritin Alexandra Scharf (Alzenau). Mit 10,70 Metern im fünften Versuch sah es schon nach Silber aus, bis Lena Weinzierl (Durach) im letzten Stoß mit 10,72 Metern noch denkbar knapp vorbeizog und die junge Selberin auf den Bronzeplatz verdrängte.

Auch Kropf auf dem Treppchen

Den erwartet spannenden Wettkampf lieferte sich im Stabhochsprung der U 23 Moritz Kropf (TV Rehau) mit dem Aschaffenburger Leonhard Wegener und dem Wasserburger Daniel Schwab. Den Wettkampf begannen alle drei bei 3,70 Metern souverän. Dass ihre nächste Höhe von 3,90 Metern schon über die Medaillen entschied, war wohl mehr dem kalten und leicht regnerischen Wetter geschuldet, als den Fähigkeiten der drei Konkurrenten. Während Wegener diese Höhe im ersten Versuch nahm und Schwab im zweiten, konnte Kropf diese Höhe erst im dritten Durchgang meistern. Das aber derart imposant, dass man ihn nun für den Sieg in Betracht ziehen musste. Doch bei 4,05 Metern konnte nur noch Wegener zuschlagen, die beiden Mitstreiter mussten schon die Segel streichen. Es blieb für den erstmals der Klasse U 20 zugehörigen jungen Rehauer aber immerhin die Bronzemedaille. JG

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