Leser haben abgestimmt Hof gewinnt unschönen Titel

Die Mehrheit stimmt bei einer Onlineumfrage unserer Zeitung für die SpVgg Bayern Hof als Sportflop des Jahres 2022.

Unter Mikhail Sajaia hat sich die SpVgg Bayern Hof in der Bayernliga nach einem katastrophalen Saisonstart sportlich stabilisiert. Die meisten abgegeben Stimmen bei der Frage nach der größten Enttäuschung des vergangenen Sportjahres entfielen trotzdem auf die Hofer Bayern. Foto: Mario Wiedel

Es ist ein Titel, den sich die SpVgg Bayern Hof sicherlich gerne erspart hätte. Klar, die sportliche Talfahrt der vergangenen Jahre hat auch das eigene Anspruchsdenken relativiert. In dieser Woche gaben die Verantwortlichen nun bekannt, dass mit Bezirksliga-Toptorjäger Lukas Wülfert nach Tim Scherbaum binnen weniger Monate der zweite Eckpfeiler vom FC Trogen auf die Grüne Au wechselt. Mit Scherbaums Vater Andreas, bisher Co-Trainer am Bühl, ist man sich dem Vernehmen nach wohl ebenfalls einig. Rekordverdächtig ist die Anzahl tragender Säulen, die der Bayernligist aus Trogen in kurzer Zeit abluchst, bestimmt. Eine Auszeichnung gibt es dafür aber nicht. Stattdessen darf sich die SpVgg ab sofort mit einem wenig ruhmreichen Titel schmücken: Sportflop des Jahres 2022. Dafür stimmten 41 Prozent der Frankenpost-Leser in einer Onlinebefragung (Stand: 4. Januar, 12 Uhr). Unsere Zeitung hatte gefragt: „Wer hat Sie im Sportjahr 2022 am meisten enttäuscht?“ 288 Nutzer nahmen teil.

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Dicht hinter den Hofern trudeln die Kickers Selb auf Platz zwei ein. Der Verein, der sein Landesliga-Team überraschenderweise noch in der Vorrunde aus dem Spielbetrieb nahm, vereint 40 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich. Nicht wenige hatten den Kickers nach ihrem Rückzug Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen.

Hallenfußball nur für wenige der größte Verlierer

Diesen Vorwurf müssen sich die Hof Jokers definitiv nicht gefallen lassen. Schiedlich-friedlich verloren die Footballer alle ihre acht Bayernliga-Partien im vergangenen Jahr. Darunter auch das Endspiel um den Klassenerhalt in der Verlängerung in Bamberg, womit die Jokers zumindest sportlich abgestiegen sind. 16 Prozent der Leser votierten für die Hofer. Durch eine Umstrukturierung des Ligasystem durch den Verband könnten die Jokers vielleicht doch noch mit dem Klassenerhalt profitieren.

Sicherlich kein Profiteur war der Hallenfußball von zwei Jahren coronabedingten Stillstand. 25 Prozent weniger angemeldete Teams für die Hallenkreismeisterschaft musste der Spielkreis Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel verzeichnen. Glimpflicher ging die Wahl aus: Nur drei Prozent sahen im Hallenfußball den größten Verlierer des letzten Jahres.