Lesermeinung zu Hitzeschutz „Die ominösen Wasserwände reichen nicht aus“

Wie soll die Stadt ihr Klimaschutzkonzept vorantreiben? Mit Hirnschmalz, sagt ein Leser.

Sorgen für Debatten: die Hofer Wasserwände Foto: HCSB

Wie sieht richtiger Hitzeschutz für die Stadt Hof aus? Ein ehemaliger Stadtrat der Grünen macht sich Gedanken:

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„In meiner Zeit als Stadtrat habe ich wiederholt auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein Klimaanpassungskonzept zu erstellen. Als Arzt kenne ich die Statistiken. Gerade ältere Menschen, Kranke, aber auch Kinder und Säuglinge sind gefährdet. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland Tausende infolge der Überhitzung unserer Innenstädte, rein rechnerisch auch etwa vier Hoferinnen und Hofer. Wer es für nicht erforderlich hält, dass unsere Stadt umfassende Maßnahmen zum Klimaschutz ergreift, nimmt billigend den Tod von Menschen in Kauf. Darauf hinweisend, verließen unter wütendem Protest Teile der CSU-Fraktion die Sitzung des Stadtrats. Die Verwaltung bemüht sich, auch in Hof gibt es jetzt ein Klimaanpassungsmanagement. Nur muss weit über punktuelle Maßnahmen hinaus gedacht werden. Es reichen, davon konnten sich die Hoferinnen und Hofer ja persönlich überzeugen, die ominösen „Wasserwände“ nicht aus. Vielleicht hilft es daran zu denken, dass es auch für den Einzelhandel, die Geschäfte, die Gastronomie entscheidend wichtig ist, dass Menschen auch bei höheren Temperaturen sich gerne in der Innenstadt aufhalten und sich wohlfühlen. Neben Schatten, Frischluft, Wasser (Wasserspender, Vernebler) braucht es viel Grün (Entsiegelung, Bäume). Und helle Farben. Auch sollte der motorisierte Individualverkehr abnehmen bei gleichzeitiger Verbesserung des ÖPNV. Das kostet Geld, da muss priorisiert werden, und Hirnschmalz.“ Dr. med. Klaus Schrader, Hof

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