Annika Popp betonte aber, dass der Anbau neuer Räume dringend notwendig sei. „Das muss uns die junge Generation wert sein.“ Gemeinsam habe man die weiteren Ausgaben des Haushalts reduziert, um die Kreditaufnahme so gering wie möglich zu halten. „Dennoch verdoppeln wir in diesem Jahr unsere Pro-Kopf-Verschuldung“, bilanzierte Popp. „Uns ist bewusst, dass die Gemeinde in den kommenden Jahren den Gürtel enger schnallen muss, da gefühlt alles teurer wird.“ Zugleich versicherte die Bürgermeisterin, dass die weiteren Großprojekte Bauhofbau, Verbesserung der Wasserversorgung, Bau von Straßen und Plätzen und Glasfaserausbau nicht aufgehoben, aber für die nächsten Jahre erst einmal aufgeschoben seien. Marco Ordnung hatte den Haushaltsplan erstellt und führte die Mitglieder des Gemeinderats hindurch. „Wir müssen, nach der Erhöhung der Hebesätze der Grundsteuer A auf 365 von Hundert (bis dato 330) und B auf 350 von Hundert (330) im vergangenen Jahr heuer nicht wieder erhöhen.“ Die Anpassung war auch wegen geplanter Kreditaufnahmen erforderlich. „Der Satz für die Gewerbesteuer blieb und bleibt bei 380 unverändert.“ Den voraussichtlichen Schuldenstand beziffert Ordnung auf 798 534 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 674 Euro gleichkommt. Das Gesamtvolumen des Etats beträgt 5,678 Millionen Euro. Davon entfallen 2,699 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und 2,979 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt, in dem die Investitionen der Gemeinde zusammengefasst sind. Ordnung listete die größten Positionen im operativen Geschäft auf. Dabei plant die Gemeinde mit Einnahmen in Höhe von 727 000 Euro bei der Einkommenssteueranteil, 432 000 Euro durch Schlüsselzuweisungen, 300 000 Euro für den Kindergartenzuschuss, 201 000 Euro aus Wassergebühren und 252 400 Euro an Gewerbesteuereinnahmen.