Vor vier Jahren hat Russland die Ukraine überfallen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Weg nach Kiew auf sich genommen, um an diesem Gedenktag dem geschundenen Land persönlich beizustehen. Das ehrt Europas mächtigste Politikerin, doch sie kommt mit leeren Händen. Das 20. Sanktionspaket und der von der EU versprochene Milliardenkredit für die Ukraine zum Kauf von Waffen werden von Ungarn blockiert. Das ist ein schwerer Schlag für die Ukraine, deren Überlebenskampf noch schwieriger wird. Die Blockade zeigt, dass die Union als Konsensmaschine in der aktuellen Weltlage, in der schnelle und konsequente Entscheidungen nötig sind, nicht funktioniert. Will die EU überleben, muss sie sich reformieren. Erster Schritt wäre, das Einstimmigkeitsprinzip in der Außenpolitik zu kippen.
Leyen in Kiew Viele Worte – wenig Taten
Knut Krohn 24.02.2026 - 15:34 Uhr