LG Hof Eni Kuske läuft allen davon

Starker Auftritt der Debütantinnenmannschaft der LG Hof zur Eröffnung der Hallensaison (von links): Antonia Taig, Florian Spieler, Luisa Thüroff, Eni Kuske, Leni Leickert, Trainer Hans-Jürgen Geißer sowie Jasmin Schrenk. Foto: LG Hof

Die Athletin der LG Hof feiert einen erfolgreichen Start in die Hallen-Saison. Doch sie ist nicht die einzige Hoferin, die überzeugen kann.

Was für ein Auftakt der Hofer Leichtathletinnen beim Hallenmeeting in Erfurt. Trotz zahlreicher Ausfälle ging das Team mit sechs Athletinnen und Athleten an den Start – und für fünf von ihnen, war es der erste Hallenwettkampf überhaupt.

Für Eni Kuske (IfL Hof), Leni Leickert (ZV Feilitzsch) und Jasmin Schrenk (TSV Hof) standen zum ersten Mal in ihrer jungen Karriere die 60 Meter in der Halle an. Hier hielt sich die Nervosität noch in Grenzen und so kamen alle drei hervorragend aus den Blöcken, um die Zeitmessanlage bei 8,34 Sekunden, 8,72 Sekunden und 8,86 Sekunden auszulösen. Am Ende bedeutete das den Sieg für Kuske, den fünften Platz für Leickert, bei ihrem ersten Wettkampflauf überhaupt und den achten Platz für Schrenk.

Zum ersten Mal über 200 Meter

Der Fokus lag bei den drei Sprinterinnen an diesem Tag jedoch auf den 200 Metern. Hier gesellte sich mit Luisa Thüroff (TSV Hof) eine weitere Debütantin zu ihnen. Groß war der Respekt vor der vollen Hallenrunde, waren die vier doch noch nie 200 Meter in einem Wettkampf gelaufen. Doch am Ende fasste es Thüroff wohl am besten zusammen: „Das war richtig geil!“

Was war passiert? Leickert und Schrenk lieferten sich im zweiten Lauf ein packendes vereinsinternes Duell, das Leickert für sich entschied. Im dritten Lauf kam dann Luisa Thüroff zu ihrem ersten Einsatz überhaupt für die LG Hof. Mit Bravour. Sie schob sich mit ihrer Zeit von 29,65 Sekunden genau zwischen Leickert und Schrenk in der Endabrechnung. Diese wurde zu diesem Zeitpunkt aber bereits von einer anderen LG-Hof-Athletin angeführt: Kuske war im ersten von drei Zeitendläufen der Konkurrenz nach 50 Metern bereits so weit enteilt, dass keine ihr mehr folgen konnte. Als am Ende die Uhr bei 27,18 Sekunden stehen blieb, feierte Kuske nach ihrem Sieg über 60 Meter auch den Sieg über 200 Meter.

Besonders beachtlich sind die Resultate deshalb, da Kuske, Leickert und Schrenk eigentlich noch in der Altersklasse der unter 16-Jährigen starten, es für diese Athletinnen jedoch keine 200 Meter gibt, weswegen sie in der U 18 hochstarten mussten, in der die Konkurrenz also bis zu zwei Jahre älter ist. Rechnerisch gehören die vier jungen Damen der LG Hof nach diesen Leistungen damit zu ernstzunehmenden Medaillenkandidatinnen für die 4x200-Meter-Staffel bei den bayerischen Meisterschaften im Februar in München.

Große Spannung im Weitsprung

Und noch eine gab ihr Wettkampfdebüt an diesem Tag: Antonia Taig (TSV Hof). Die 13-jährige Schülerin startete erkältungsgeschwächt nur im Weitsprung und brachte ihren Trainer Florian Spieler mehr ins Schwitzen, als dieser es zuvor über 60 Meter (Platz 4) und im Weitsprung (Platz 3) tat. Nach zwei Sprüngen zum Warmmachen und einigen Korrekturen übertrat sie den ersten Versuch deutlich und den zweiten Versuch um etwa drei Zentimeter. Aber ungültig ist ungültig – und während der Trainer den dritten Versuch dann von der Seite aus mit einem Ruhepuls von 120 verfolgte, spulte Taig ihr Programm ab und landete bei 4,08 Metern. Am Ende bedeutete das in einem Feld, das von Deutschen-Meisterschafts-Teilnehmerinnen gespickt war, einen beachtlichen zwölften Rang bei 20 Teilnehmerinnen.

Der Auftakt der LG Hof für die Hallensaison ist also gemacht und setzt sich im Dezember in Chemnitz, im Januar in Erfurt und Fürth sowie im Februar in München fort.

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