LG Hof Leichtathleten feiern Bestleistungen

In Erfurt müssen die Hofer Leichtathleten Widerstände überwinden. Besonders schwer trifft Eni Kuske eine Entscheidung der Meeting-Leitung.

Stark bei starker Konkurrenz: Das Team der LG Hof beim 13. Hallenmeeting des Thüringer Leichtathletikverbandes (von links): Eni Kuske, Jasmin Schrenk, Florian Spieler, Tim Rammensee, Annika Jahreiß und Lisa Schrödel. Foto: Verein

Was für ein Einstand ins neue Jahr: Beim 13. Hallenmeeting des Thüringer Leichtathletikverbandes in Erfurt war die LG Hof mit einer sechsköpfigen Delegation am Start und konnte jede Menge Selbstvertrauen sammeln. Den Anfang machten der selbst noch aktive Weitsprungtrainer Florian Spieler (TSV Hof) und sein Schützling Tim Rammensee (TSV Hof). Während Spieler ungewohnte Probleme am Anlauf hatte, machten sich bei Rammensee die krankheitsbedingten Trainingsdefizite bemerkbar. Beide landeten am Ende mit noch ausbaufähigen Resultaten auf dem vierten Platz.

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Jubeln konnten beide aber beim Wettkampf ihrer Teamkolleginnen Jasmin Schrenk (TSV Hof) und Eni Kuske (IfL Hof). Nach langen Weitsprung-Technikeinheiten im Turnleistungszentrum am Rosenbühl, war nicht klar, wie beide das Training unter Wettkampfbedingungen umsetzen konnten, doch sie taten es mit Bravour: Bereits im ersten Versuch landete Schrenk bei einer neuen persönlichen Bestleistung von 4,36 Metern. Und auch Kuske übertraf ihre bislang bestehende Bestleistung von 5,11 Metern im ersten Versuch um zwei Zentimeter und steigerte sich im zweiten Versuch sogar noch auf 5,18 Meter. Beim Sieg der für Eintracht Frankfurt startenden Spitzenspringerin Alexandra Scharf (5,64 m), kam die Hoferin auf einen hervorragenden vierten Gesamtrang.

Sechs Stunden später standen dann die 60-Meter-Rennen auf dem Programm. Und da stießen zum Hofer Weitsprung-Quartett noch eine Rückkehrerin und eine Debütantin: Annika Jahreiß (TSV Hof), selbst Trainerin der LG Hof, kehrte nach sieben Jahren Pause ins aktive Wettkampfgeschehen zurück. Sie belohnte sich, ebenso wie Debütantin Lisa Schrödel (TSV Hof), für das kontinuierliche Training und feierte beim Sieg der Spitzensprinterin Lisa Beier (7,99 Sekunden) zusammen mit Schrödel ein Top-Ten-Ergebnis.

Noch besser lief es da für Tim Rammensee: In seinem ersten 60-Meter-Lauf überhaupt unterbot er gleich die Qualifikationszeit für die Bayerischen Hallenmeisterschaften und landete auf einem starken fünften Rang.

In der Altersklasse U18 waren es wieder Eni Kuske und Jasmin Schrenk, die die Hofer Fahne hochhielten. Jasmin Schrenk zeigte dabei großes Kämpferherz: Sie musste mit Nasenbluten an den Start gehen, da ein Antrag auf einen späteren Start von den Offiziellen abgelehnt wurde. Sie kam mit 8,76 Sekunden nahe an ihre Bestleistung heran. Diese unterbot Eni Kuske um eine Hundertstel. Ihre Zeit stoppte bei 8,33 Sekunden – was, beim Sieg der Bundeskaderathletin Hanna Räpple (7,79 Sekunden), am Ende erneut den vierten Rang bedeutete.