Erdbeben werden üblicherweise von seismischen Stationen erfasst, die es überall auf der Welt gibt. Das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam betreibt zum Beispiel einen Erdbeben-Monitoring-Dienst, der auf Daten von hundert eigenen seismischen Stationen des Netzwerks Geofon und von etwa 800 weiteren Stationen beruht. "Für die zuverlässige Lokalisierung eines Bebens benötigt man die Daten von mehreren Stationen", erläutert Joachim Saul vom GFZ, der mit zwei weiteren GFZ-Forschern an der Studie beteiligt war. "Man muss ausschließen, dass es sich bei einem Signal nicht etwa nur um eine lokale Erschütterung gehandelt hat." Normalerweise dauert es etwa drei bis acht Minuten, bis aus den gelieferten Daten errechnet ist, wo ein Erdbeben in welcher Stärke stattgefunden hat.