Ludwigpassage Selb SPD-Stadtrat kritisiert Kosten

K. Hammerschmidt Foto:  

In einer Stellungnahme führt Kai Hammerschmidt, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, höhere Kosten für die Ludwigpassage an – nämlich rund 700 000 Euro.

Selb - Zum Artikel „Happy-End für die Ludwigpassage in Sicht“ vom Dienstag nimmt SPD-Stadtrat Kai Hammerschmidt, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, Stellung. Er habe den Artikel mit großer Verwunderung gelesen. „Im Rechnungsprüfungsausschuss haben wir uns erst vor Kurzem mit dem Thema Ludwigpassage und den dort entstandenen Kosten beschäftigt“, schreibt Hammerschmidt. „Meine Kollegen im Ausschuss und ich bekamen dort von Sandra Kieke, Leiterin des Rechnungsprüfungsamtes, alle Zahlen diesbezüglich eindrucksvoll und transparent präsentiert. Wir haben uns mit diesem Thema aktuell auseinandergesetzt, weil es die Bürgerschaft beschäftigt. Neben dem Design und dem Gefallen, das immer im Auge des Betrachter liegt, ging es uns hierbei nur um die entstandenen Kosten. Dass wir es mit einer enormen Kostenüberschreitung gegenüber den ersten Schätzungen zu tun haben werden, war uns schon bewusst; wie viel es allerdings letztlich wurde, ließ uns nicht schlecht staunen.“ Der von der Stadtverwaltung genannten Höhe der Gesamtkosten von rund 487 000 Euro „ muss ich energisch widersprechen“, heißt es in der Stellungnahme.

„Der Begriff Gesamtkosten beinhaltet alle finanziellen Aufwendungen, die dadurch entstanden sind. Diese belaufen sich auf sage und schreibe rund 697 000 Euro. Das sind dann doch etwa 46 Prozent mehr als die erwähnte Summe. Das heißt: Stellt man sich an den Beginn der Ludwigpassage und blickt zum Ende, schaut man also auf fast 700 000 Euro Investitionen.“ Darüber könne sich nun jeder seine Meinung bilden. red/Foto: Achiv

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