Ludwigschorgast Musiker spielen mehr als 10.000 Euro ein

Die Musiker kommen beim Publikum offensichtlich gut. Foto: Klaschka

Das Geld aus dem Projekt „Musik verbindet“ geht an Kinder und Mütter. Für die Zukunft planen die Macher noch ganz andere Veranstaltungen.

Eindrucksvolle 11.000 Euro hat die Gruppe „Musik verbindet“ mit ihren jüngsten drei Konzerten in Ludwigschorgast, Coburg und Kulmbach durch Spenden ihrer Zuhörer und mit dem Verkauf ihrer neuen CD eingenommen.

Die werden nun an das Kindernest der Fachklinik des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes Haus Immanuel sowie des DGD Mutter-Kind-Zentrums Rückenwind in Thurnau-Hutschdorf vollständig weitergegeben.

„Musik verbindet“ versteht sich als musikalisches wie auch gleichzeitig soziales Projekt, „um gemeinsam für mehr Chancengleichheit und eine gerechtere Welt zu kämpfen“. Die jungen Leute wollen „ihr Talent einsetzen, um etwas Gutes zu tun“, so ihr Selbstverständnis.

Dazu haben sich im Jahr 2013 um Lukas Roth ursprünglich Schüler des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums Kulmbach zusammengefunden, haben bis zum Beginn der Pandemie 65 000 Euro zusammengetragen und an soziale Einrichtungen weitergegeben. Im vergangenen Jahr, in dem noch keine Konzerte erlaubt waren, kamen weitere 5000 Euro durch den Verkauf der CD überwiegend über die Homepage zusammen und schließlich jetzt weitere 11 000 Euro, sodass die Gruppe in den neun Jahren ihres Bestehend mittlerweile 81 000 Euro für soziale Zwecke ersungen und erspielt hat. Die Musik der Gruppe kommt beim Publikum an, das bei den teils ganz raffiniert arrangierten Pop-Songs mitwippt und mitklatscht; ähnlich auch bei den weiteren rhythmisch aufgepeppten eher klassischen Stücken.

„Musik bewegt“ bleibt allerdings nicht das einzige Ei im Nest eines neuen Dach-Vereins namens „Kunstwert – wir machen Kultur“, wie Jonas Gleich, der durch das Programm führte, mitteilte: Künftig wird es noch andere kulturelle Aktivitäten wie zum Beispiel Theater geben. Auf der erweiterten musikalischen Seite hat Lukas Roth im Jahr 2020 „um der Stille der Pandemie etwas zu entgegnen“ den Kammerchor „ExSilentio“ (aus der Stille) in Dresden gegründet, wo er zurzeit an der Musikhochschule studiert. Der Chor wirkte bei den jetzigen drei Konzerten bereits mit und bestach durch lupenreine Intonation und sehr differenzierte Text-Klang-Modulation.

Als „kreatives und innovatives Konzept“ wird der Chor klassische Musik allerdings dem Zeitgeist adäquater wiedergeben. Wer sich davon selbst einen Eindruck machen will, für den tritt der Kammerchor am Samstag, 17. Dezember, ab 19 Uhr in der Turbinenhalle auf. Der Eintritt zu dieser musikalischen Stunde im industriellen Raum mit kathedraler Akustik ist frei.

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