Als Staatsanwältin Ann-Kathrin Weiß am Donnerstagnachmittag in ihrem Plädoyer vier Jahre und zehn Monate Haft für Fabian H. wegen mehrerer Brandstiftungen in Mainleus gefordert hat, brach nicht nur der 22-jährige Angeklagte in Tränen aus. Auch sein identischer Zwillingsbruder musste weinen, obwohl er als der mit der geringsten Tatbeteiligung sowohl von der Staatsanwältin als auch von seinem Verteidiger Wolfgang Schwemmer als der einzige aus dem Trio als Kandidat für Bewährung eingeschätzt worden ist. So sei das mit eineiigen Zwillingen, machte Schwemmer deutlich. Sie leiden mit dem anderen. Gelitten haben sie offensichtlich alle drei. Auch Jeffrey B., der wohl als 19-Jähriger mit deutlichen Reifeverzögerungen noch als Jugendlicher verurteilt werden dürfte. Und alle drei haben noch eins gemeinsam: In durchaus ungewöhnlich deutlichen Worten haben sie sich von ihren Taten distanziert, ihr Bedauern ausgedrückt und betont, wie würden, wenn sie denn nur könnten, die Zeit gern zurückdrehen.