Marktredwitz - Heidi Schmidt ist eine waschechte Marktredwitzerin, geboren und aufgewachsen in der sogenannten Blumensiedlung im Osten der Stadt. Die 52-Jährige hat Fleischereifachverkäuferin gelernt, war 33 Jahre lang bei der Metzgerei Dannhorn beschäftigt. Dann jedoch reifte in ihr der mutige Entschluss, sich kurz vor ihrem 50. Geburtstag auf das nicht ganz ungefährliche Parkett der Selbstständigkeit zu begeben. Trotz skeptischer Stimmen ließ sie sich nicht von dem Gedanken abbringen und wagte 2017 den Schritt. „Ich habe mir‘s einfach zugetraut, und es läuft ja wirklich gut“, erzählt sie freudig. Obwohl Heidi in ihren „Oberredwitzer Zoiglstub’n“ im Moment die Stammgäste doch arg fehlen, so kommt sie bei drei Öffnungstagen mit ihrem Abholservice bislang ganz gut über die Runden. „Es ist toll, wie uns die Leute in diesen Corona-Zeiten die Treue halten“, sagt sie sichtlich gerührt. Mit dem Traum vom eigenen Lokal kann sich Heidi Schmidt, die die Gaststätte zusammen mit ihrem Mann Rudi betreibt, auch ihrem Hobby Kochen voll und ganz hingeben. Und wenn es denn wieder mal erlaubt ist und es die Zeit zulässt, will sie auch das Sportschießen mit dem Luftgewehr wieder etwas intensivieren. Immerhin hatte sie es im Jahr 2008 sogar zur Schützenkönigin der SG 1551 Marktredwitz gebracht. Auch wenn sie uns das – ganz auf Understatement – fast verschwiegen hätte. Fast sechs Jahre lang war sie als Jugendliche auch als Gardetänzerin für die Narhalla Rot-Weiß aktiv. Ansonsten, sagt sie, ertappe sie sich aktuell ungewöhnlich oft beim Telefonieren mit Freunden, Bekannten und ihrem Patenkind in Bonn. Andere Möglichkeiten für Kontakte blieben ihr nicht, denn Besuche seien ja kaum erlaubt.