Die Aktion ist laut Schlittenbauer eine schöne Sache. Denn obwohl sich viele Kinder aus dem Kiga oder aus der Schule kennen, könnten sie dadurch noch leichter Freundschaften schließen. Zudem biete der Malkurs für sie die Möglichkeit, ihre Erlebnisse besser zu verarbeiten und sie sogar für eine Weile zu vergessen. Wobei es dauere, bis die Kinder ihre Erinnerungen an den Krieg verdrängten. „Am Ende der vergangenen Malstunde durften die Kinder mit ihren Fingern am Flipchart herumkritzeln. Mich haben die Bilder, die sie da gezeichnet haben, ehrlich gesagt, schockiert. Die Kinder haben Panzer und Luftwaffen gemalt.“ Dadurch habe Martina Schlittenbauer gemerkt, wie schwierig es für die jüngsten Ukrainer ist, mit dem Thema abzuschließen. „Die Kinder kriegen mit, wie sehr der Krieg ihre Mütter beschäftigt und belastet. Schließlich mussten die meisten ihre Männer in der Ukraine zurücklassen.“