Marktleuthen Schützen feiern 200-Jähriges

Hans Gräf
Feierten das 200. Jubiläum der Marktleuthener Schützen (von links): Bezirksrat Holger Grießhammer, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, Vorsitzende Andrea Meier, Bürgermeisterin Sabrina Kaestner, Helmut Franke, Gauschützenmeisterin Monika Kranitzky, Landrat Peter Berek, Harald Zeller, Schützenmeister Helmut Lieske, Franz Benker und Ernst Fröber. Foto: Hans Gräf

1823 aus der Taufe gehoben, steht die Gesellschaft noch immer in Saft und Kraft. Ihre Mitglieder besorgten Geleitschutz für das preußische Königspaar.

 
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Ein ohrenbetäubendes Spektakel der Brander Böllerschützen hat die Feierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen der Schützengesellschaft 1823 Marktleuthen auf dem Vorplatz des Schützenhauses eingeleitet. Nachdem sich der Pulverdampf gelegt hatte, begrüßte Vorsitzende Andrea Meier in der vollbesetzten Schützenhalle die zahlreichen Besucher und Ehrengäste sowie zahlreiche Abordnungen von benachbarten Schützenvereinen.

Aus Bürgerwehr entstanden

Andrea Meier ließ in ihrer Begrüßungsrede die Höhepunkte aus der 200-jährigen Geschichte der Schützengesellschaft Revue passieren. Sie erwähnte, dass es im Mittelalter eine Bürgerwehr gegeben hatte, woraus am 1. August 1823 die Schützengesellschaft entstanden ist. Im Jahr 1850 besuchte das preußische Königspaar Friedrich Wilhelm III. mit Ehefrau Luise das Sechsämterland. Während des Aufenthalts hatten die Bürger für einen sicheren Geleitschutz zu sorgen – also waren auch die Marktleuthener Schützen gefordert. Die jährlichen Haupt-, Frei- und Vogelschießen wurden meist als Volksfeste abgehalten. Im Jahr 1878 wurde die Eisenbahnstrecke Regensburg-Berlin mit dem Marktleuthener Eisenbahnviadukt gebaut. Wie die Vorsitzende weiter berichtete, wurde im Juli 1906 die neue Vereinsfahne geweiht. Während des Ersten Weltkriegs ruhte der Schießbetrieb, er wurde 1920 wieder aufgenommen. Mit einem Jahr Verspätung feierte der Verein 1924 sein 100. Jubiläum. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam langsam wieder Leben in den Verein und 1955 wurde der erste Schützenkönig gekürt. Bereits seit mehr als 60 Jahren richtet die Schützengesellschaft das Pokalschießen mit befreundeten und benachbarten Schützenvereinen aus. Auch aus dem Schützensport berichtete Vorsitzende Meier: So hat sie Marktleuthener Schützengesellschaft eine Luftgewehr- und eine Pistolenmannschaft, die im Gau-Nordost aktiv sind.

Ehrungen für langjährige Treue

Nach der geschichtlichen Rückschau überbrachte Gauschützenmeisterin Monika Kranitzky die Glückwünsche des Bayerischen und des Deutschen Schützenbunds zum 200-jährigen Bestehen der Schützengesellschaft Marktleuthen. Dabei nahm sie mit den Vorstandsmitgliedern der Schützengesellschaft die feierliche Ehrung für langjährige treue Mitglieder vor. Sie wurden mit Urkunden und Ehrennadeln ausgezeichnet. Dies waren für 50 Jahre Ernst Fröber, Helmut Lieske, Siegfried Schmidt, Rudi Schmidt und Horst Szymassek. Seit 60 Jahren sind Helmut Franke und Franz Benker dabei. Letzterer wurde an diesem Abend zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Marktleuthener Bürgermeisterin Sabrina Kaestner überbrachte die Glückwünsche der Stadt und des Stadtrats. Sie war sehr erfreut, dass es einen Verein in Marktleuthen gibt, der bereits seit 200 Jahren besteht und immer noch sehr aktiv ist. „Es ist erfreulich, dass es in all den Jahren engagierte Mitglieder im Verein gegeben hat, die sich in ihrer Freizeit für den Schießsport eingesetzt haben“, sagte sie und wünschte den Schützen weiterhin eine gute Zukunft.

Glückwünsche aus Politik

Landrat Peter Berek überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und lobte den Verein für seine aktiven Mitglieder.

Dem schloss sich Landtagsabgeordneter Martin Schöffel an. Auch er gratulierte zu 200 Jahren Schützengesellschaft Marktleuthen. „Marktleuthen ist eine Stadt mit drei aktiven Schützenvereinen. Das zeigt, dass hier der Schießsport noch beliebt ist“, sagte Martin Schöffel.

Auch Bezirksrat Holger Grießhammer zeigte sich in seinem Grußwort erfreut, dass die Schützengesellschaft in den vielen Jahren ihres Bestehens mit einer tatkräftigen Führungsmannschaft den Schießsport aufrechterhalten hat.

Auch die Vertreter der befreundeten Vereine überbrachten ihre Glückwünsche, bevor die Schützen mit ihren Gästen noch fröhlich weiterfeierten.

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