Marktredwitz - Diese Botschaft ist deutlich: Mit einer Lautstärke von etwas mehr als 110 Dezibel vermitteln gut 150 Demonstranten am Dienstagnachmittag dem Netzbetreiber Tennet ihre Meinung unüberhörbar. Damit beeindrucken die 20 Landwirte, die das Standgas ihrer Traktoren mehrere Sekunden komplett durchdrücken und auf Teufel-komm-raus hupen, sowie die Demonstranten mit ihren Trillerpfeifen die im Egerland-Kulturhaus wartenden Tennet-Mitarbeiter sichtlich. Johanna Kropp, Irene Fickentscher und Hedwig Weigel von der Bürgerinitiative Brand stehen inmitten des Krachs, der in etwa mit einem anständigen Heavy-Metal-Konzert vergleichbar ist, und lächeln. Dass an einem Werktagnachmittag so viele Menschen zum Demonstrieren auf den Angerplatz kommen, zeugt von der Angst vieler Bürger vor den Höchstspannungs-Gleichstromleitungen.