Marktredwitz Frau missbraucht Notruf, um Versicherungsbetrug zu begehen

Smartphone - Symbolfoto Foto: 7aktuell.de

Weil sie befürchtete, dass ihre Versicherung nicht für ein kaputtes Fenster aufkommt, hat eine Frau aus Marktredwitz am Sonntagabend den Notruf blockiert.

Die 22-Jährige wählte gegen 19.40 Uhr die 110 und teilte mit, dass sie soeben eines ihrer Wohnungsfenster aus Versehen beschädigt habe. Nun benötige sie eine Polizei-Streife zur Sicherung dieses Fensters, da wie sie weiter schilderte, für die kommende Nacht Regen gemeldet sei. Der jungen Dame wurde daraufhin erklärt, dass ihr Problem kein Anlass für einen Polizeieinsatz ist, was sie jedoch nicht davon abhielt, kurz darauf ein weiteres Mal den Polizeinotruf zu wählen. In diesem zweiten Gespräch schilderte die 22-Jährige, dass zwei Kinder mit einem Fußball ihr Fenster eingeschossen hätten. Als eine Streife der Polizei Marktredwitz daraufhin vor Ort kam, erzählte die junge Frau den Beamten noch eine ganz andere Geschichte. Im Zimmer des beschädigten Fensters lag ein großer, zirka fünf Kilogramm großer Stein. Diesen, so die junge Frau weiter, hätten die zwei angeblich spielenden Kinder, durch ihr Fenster im dritten Stock des Mehrfamilienhauses geworfen und seien im Anschluss geflohen. Nach eindringlicher Belehrung der Polizisten gab die 22-Jährige zu, dass sie sich diese Räuberpistole nur ausgedacht hatte, da sie befürchtete, dass ihre Versicherung nicht für die Reparatur des von ihr selbst beschädigten Fensters aufkommen würde. Gegen die 22-Jahre junge Frau ermittelt die Polizei Marktredwitz nun wegen eines Vergehens des Vortäuschens einer Straftat und wegen eines Vergehens des Missbrauchs von Notrufen.

 

 

Autor

 

Bilder