Marktredwitz Mit Tatütata durchs Hufeisen

"Der Fichtelgebirgskrimi - Siebenstern" läuft ab 13. Februar in den heimischen Kinos. Es sind zahlreiche Prominente mit von der Partie.

Marktredwitz - Viel Tatütata wird’s geben, wenn bundesweit bekannte Schauspieler bald mit einem täuschend echten Polizeiauto in authentischen Polizeiuniformen über die Kinoleinwand rasen, um fiktive Verbrecher zu jagen: Der Kinostart von "Der Fichtelgebirgskrimi - Siebenstern" dauert keine vier Wochen mehr! Regisseur und Drehbuchautor Michael von Hohenberg sitzt dennoch gelassen im Café des Kösseine-Einkaufszentrums. Nach vielen aufregenden und anstrengenden Drehtagen kann er sich sorglos auf die Filmpremiere am 8. Februar mit seinem Filmteam und vielen Ehrengästen freuen.

Wer geladen ist oder danach den fränkisch-oberpfälzerischen Polizeikrimi ab 13. Februar im Kino anschaut, hat was zum Lachen. Die Arbeit der Fichtelgebirgs-Filmpolizei darf nicht immer ganz ernst genommen werden. Von Hohenberg hat den vier Staffelepisoden, die für den Start zum Film zusammengefasst wurden, hintergründigen Humor einverleibt. Alles dreht sich um die Polizeiinspektion Siebenstern Wunsiedel mit ihren vier Wachen. Die sehen sich wegen Rationalisierungsmaßnahmen in ihrer Existenz bedroht. Nur die beste Wache bleibt, verkündet Polizeipräsident Rath. Er löst damit einen äußerst kreativen Wettstreit aus, der Polizeiarbeit völlig neu definiert.

Michael von Hohenberg hat beim Dreh nicht gekleckert. Vielmehr holte er sich starke Leute ins Boot. Unter den Darstellern sind Schauspieler wie Doreen Dietl (Dahoam is dahoam), Andreas Leopold Schadt (Franken-Tatort), Giovanni Arvaneh (Marienhof) sowie Christina Baumer (Münchener Tatort, Hubert ohne Staller, München Sieben, Dr. Klein, Familie Dr. Kleist, Watzmann ermittelt und andere). Den Minister spielt mit Hans-Peter Friedrich sogar ein waschechter ehemaliger Minister. Zudem hatte Norbert Neugirg, Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell’n, im Fichtelgebirgskrimi gar sein Filmdebüt als Chef der Oberpfälzer Wache. "Ich bin sehr gespannt, wie alles rüberkommt auf der großen Kinoleinwand", freut sich die Münchenerin Christina Baumer. Sie hatte in der Rolle der Polizeiwachtmeisterin Lena Völkl mit ihrem "Chef" Franz Huber (Norbert Neugirg) richtig viel Spaß am Verbrecherjagen. Mit Norbert zu drehen, sei super gewesen, so die Profi-Schauspielerin. Sie musste im Krimi erst gar nicht die Oberpfälzerin mimen, denn die Fernsehschauspielerin ist mit Wurzeln in Wiesau eine waschechte Einheimische. Wie von Hohenberg geht Baumer davon aus, dass es weitergeht. Wenn es ein Erfolg wird, freue sie sich auf Staffel 2.

Michael von Hohenberg aus Weißenstadt ist in vielerlei Hinsicht vom Fach: Der Film- und Fernsehschauspieler kann auch Kameramann, arbeitet als Aufnahmeleiter (unter anderem Franken-Tatort), produziert international preisgekrönte Filmprojekte und kennt in der Branche nahezu jeden Star persönlich. Von Hohenberg hätte auch, wie er erzählt, Stars wie Thomas Gottschalk einbeziehen können. Das scheitert aber oft an zeitlichen Gründen. Der Weißenstädter Regisseur ist dennoch mit seinem Staraufgebot zufrieden. Und was nicht ist mit Gottschalk und Co., könne ja in Staffel zwei oder drei noch werden, sagt er mit einem Schmunzeln. Viel schwieriger sei die Finanzierung gewesen bei einer Low-Budget-Produktion, spricht er die logistische Herausforderung zum Film an. "Low-Budget" heißt in der Filmbranche salopp gesagt "wenig Geld da, aber wir machen’s trotzdem". Tatsächlich standen der Produktion nur 25 000 Euro zur Verfügung. Damit drehte er eine vierteilige Staffel mit 24 Schauspielern, über 150 Komparsen und 30 Leuten hinter der Kamera. Drehorte waren Wunsiedel, Weißenstadt, Bischofsgrün, die stillgelegte Westernstadt Plech und das Oberfränkische Bauernmuseum Kleinlosnitz.

Auch sonst sei alles zufrieden verlaufen, fasst von Hohenberg vor dem Filmstart zusammen. In einer Vorbereitungszeit von vier Monaten und 18 Drehtagen wurde die erste Staffel von "Siebenstern" aus dem Boden gestampft. Eine satte Leistung, die keine Eintagsfliege bleiben soll. Michael von Hohenberg schreibt bereits an der zweiten Staffel, deren Inhalt äußerst aufregend klingt. "Bei dem großen Interesse am Projekt ist eine zweite Staffel keineswegs unrealistisch."

"Der Fichtelgebirgskrimi - Siebenstern" startet am 13. Februar in ausgewählten regionalen Kinos, darunter im Cineplanet Tirschenreuth und Cineplanet Marktredwitz. Weitere Kinos folgen. Ab April wird die vierteilige Serie auf Amazon.de zu sehen sein.

Die Filmpremiere findet am 8. Februar im Cineplanet Marktredwitz mit geladenen Gästen statt.

—————

www.derfichtelgebirgskrimi.de

 
 

Bilder