Marktredwitz - Bei einem Pressegespräch des Grünen-Kreisverbands mit der Bundestagsabgeordneten Christine Scheel (Foto) aus Aschaffenburg im "Meister Bär-Hotel" ging es in erster Linie um ökologische Fragen und die Probleme der Region. Irene Pohl und Wilfried Kukla vom Kreisvorstand informierten die Politikerin über einen "gebeutelten Landkreis", der jährlich tausend Einwohner verliere und jetzt bereits unter die 80 000-er Grenze gefallen sei. Die niedergegangene Porzellan- und Textilindustrie hätten ihre Spuren hinterlassen und viele Arbeitsplätze gekostet. Die beiden Landkreis-Politiker sehen deshalb eine Chance als energieautarke Region und in der Entwicklung regenerativer Energie, mit der viel Geld verdient werden könne. Die Bundestagsabgeordnete erwiderte, der Niedergang der beiden Industriezweige habe sich seit Jahren abgezeichnet. Sie verwies auf das EU-Programm "Arbeitsregion", das stark auf ökologische Vorhaben setze. Die Mittel dafür würden jedoch vom Freistaat Bayern verteilt. Es sei doch vernünftiger, neue Technologien zu fördern, als absterbende Energiezweige auf Dauer am Tropf hängen zu lassen. Wenig Verständnis zeigte sie für die Rücknahme von Mitteln für Solaranlagen. Hier sollte sich der Betreiber doch auf eine längerfristige Zusage verlassen können, sagte Scheel. A
Marktredwitz Ökologie als eine Chance für die Region
Redaktion 06.02.2010 - 00:00 Uhr