Marktredwitz Polizeikontrolle eskaliert – Polizist verletzt

Symbolfoto. Foto: picture alliance / dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Am Donnerstag eskalierte eine Polizeikontrolle bei Marktredwitz. Dabei wurde ein Polizist so schwer verletzt, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Marktredwitz - Gegen 11 Uhr war bei der Polizei Marktredwitz die Nachricht eingegangen, dass auf einem Parkplatz in der Böttgerstraße vermutlich ein Verkauf von Hundewelpen geplant war. Die alarmierten Polizisten trafen vor Ort auf vier Personen, mehrere Hunde sowie zwei Autos mit geöffnetem Kofferraum. Laut dem Polizeibericht zeigte sich einer der beiden männlichen Personen, ein 49-jähriger Mann, gleich zu Beginn der Kontrolle uneinsichtig und unkooperativ gegenüber den Beamten. Er hielt zum Zeitpunkt der Kontrolle einen Becher mit vermutlich heißem Kaffee in der Hand, welchen er auch trotz mehrfacher Aufforderung nicht wegstellte.

Polizist geht zu Boden

Nach einer unkontrollierten, ruckartigen Armbewegung des 49-Jährigen in Richtung eines Polizisten wollten ihm die Beamten Handfesseln anlegen. Dabei stürzte der 49-Jährige mit einem der eingesetzten Streifenbeamten zu Boden. Am Boden liegend sperrte sich der Mann weiter gegen die Fesselung, indem er seine Arme in Bauchlage vor der Brust verschränkte. Der gestürzte Polizist erlitt dabei vermutlich einen Bänderriss im Knie. Er war nach diesem Einsatz nicht mehr dienstfähig und musste in eine Klinik gebracht werden.

Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung

Der 49-Jährige klagte ebenfalls über Schmerzen. Er wurde daher von der Besatzung eines Rettungswagens medizinisch versorgt. Warum der 49-Jährige gleich zu Beginn der Kontrolle nicht kooperativ zu den eingesetzten Polizeibeamten war, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Zumal sich der anfängliche Verdacht eines möglichen illegalen Handels mit Welpen nicht bestätigte. Jetzt muss er sich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und vorsätzlicher Körperverletzung verantworten.

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