Marktredwitz - In Marktredwitz gibt es künftig einen Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Wohnen und Integration. Die SPD-Fraktion hatte diesen Antrag am Dienstagabend in der Stadtratssitzung gestellt und ein einstimmiges Votum dafür bekommen. "Die kommunale Politik hat auch eine soziale Verantwortung", begründete Gisela Wuttke-Gilch den Antrag ihrer Fraktion. Fraktionsvorsitzender Klaus Haussel hatte hierzu in dem Antrag ausgeführt, dass man auf die verschiedensten Bedürfnisse und Probleme der Gesellschaft reagieren müsse. So könnten sich Lebenssituationen durch Krankheit, Arbeitslosigkeit, Schulden oder Alter verändern. "Hier gilt es, Hilfestellung zu geben und auch Lösungen für soziale Brennpunkte zu finden." Ob durch "Wohnen im Alter" oder eine Möglichkeit für junge Menschen nach einem Schlaganfall, die in kein Altenpflegeheim gehörten, schaffen zu können, müsse die Stadt Alternativen schaffen. Durch solche Maßnahmen bekomme man auch notwendige Pflege- und Kurzzeitpflegeplätze für brisante Fälle frei. "Wir könnten zudem Hilfestellung für Senioren beim Umzug in kleinere Wohnungen oder Wohngemeinschaften geben." Doch hierzu bedürfe es einer kommunalen Koordinierungsstelle. Das Gremium stimmte der Bildung eines Ausschusses zu. Wer diesem angehört, ist noch nicht entschieden. Peggy Biczysko