Werden sie denn ein paar Tage hier verbringen?
Dafür reicht die Zeit leider nicht, der Terminkalender ist zu voll. Ich werde erst am Samstagmorgen in Weißenstadt ankommen und am Sonntagmorgen auch schon wieder weiterziehen müssen. Mir war es aber sehr wichtig, diesen Termin wahrzunehmen.
Es spielen ja bekanntlich viele große Namen beim Spiel der Legenden mit. Treffen Sie dabei auch auf ein paar alte Bekannte?
Das weiß ich noch nicht (lacht). Ich habe es auch zu meiner aktiven Zeit immer so gehandhabt, dass ich mir erst kurz vor Spielbeginn angeschaut habe, wer überhaupt mitspielt. Da war es mir egal, ob ein Superstar oder ein unbekannter Spieler auf dem Platz steht, als Schiedsrichter nimmt man die neutrale Position ein. Dieses Vorgehen werde ich auch bei „Kicken um zu helfen“ nicht ändern, ich habe also momentan noch gar keine Übersicht darüber, wer überhaupt mit von der Partie ist.
Sie erwähnten bereits, dass Sie nur noch sehr selten als Schiedsrichter im Einsatz sind. Wie haben Sie sich denn auf „Kicken um zu helfen“ vorbereitet?
Nun, ich habe mir vor so einem großen Match natürlich im Vorfeld extra noch einmal alle aktuellen Regelbücher durchgelesen und mir strittige Spielsituationen aus einigen Champions-League-Spielen aus der Vergangenheit angesehen (lacht). Nein im Ernst, ich freue mich sehr auf das Legendenspiel und ich denke, nach so unzähligen Spielen, die ich in meiner aktiven Zeit leiten durfte, werde ich das schon noch hinkriegen (lacht).
Zur Person
Markus Merk
ist ein ehemaliger Fußballschiedsrichter, der 20 Jahre lang in der Bundesliga im Einsatz war. Auch als Fifa-Schiedsrichter war Merk zwischen 1992 und 2007 im Einsatz. Er leitete unter anderem das Finale der Uefa Champions League im Jahr 2003 sowie das Fußball EM-Finale in Portugal im Jahr 2004. Der gebürtige Kaiserslauterer war beruflich eigentlich Zahnmediziner und betrieb bis 2005 auch eine Praxis. In den Jahren 2004, 2005 und 2007 wurde er zum Weltschiedsrichter der Jahres gewählt.