Maroder Einsatzwagen Jetzt brauchen die Helfer Hilfe

Der Blick unter die Motorhaube – wie hier bei einem Sanitätsdienst bei einer Veranstaltung – ist für die Mitglieder der Nagler BRK-Bereitschaft derzeit mehr Gewohnheit als Ausnahme. Foto: /pr.

Der Rettungswagen der BRK-Bereitschaft Nagel muss ersetzt werden. Bei der Finanzierung des neuen Fahrzeugs sind die Mitglieder komplett auf Spenden angewiesen.

Nagel - 17 Jahre auf dem Buckel, 280 000 gefahrene Kilometer und zahlreiche technische Mängel – keine besonders gute Bilanz für ein Fahrzeug, das eigentlich Leben retten soll und im Ernstfall einwandfrei funktionieren muss. „Zudem gibt es ein Problem mit der Kupplung. Das Automatikgetriebe geht ständig in den Notlauf über, weshalb das Fahrzeug schon stehen geblieben ist“, berichtet Patrick Süttner, Vorsitzender des Fördervereins der BRK(Bayerisches Rotes Kreuz)-Bereitschaft Nagel.

Wegen der langen Liste an kleineren und größeren Baustellen war der unzuverlässige Rettungswagen, der den Lebensrettern in letzter Zeit immer mehr Probleme macht, zuletzt hauptsächlich bei Sanitätsdiensten für Veranstaltungen wie Festivals oder Motocross-Rennen und nur noch „sehr bedingt“ regulär im Einsatz.

Unsichere Einsätze

Konkret bedeutet das, dass die BRK-Bereitschaft Nagel die öffentlich-rechtliche Notfallrettung im Falle eines Überlaufs von Einsätzen aktuell nicht mehr in vollem Umfang unterstützen kann. „Das wäre im Rahmen medizinischer Notlagen einfach zu unsicher. Deshalb wickeln wir nur noch Einsätze ab, die nicht zeitdringlich sind.“ Das jedoch soll sich noch im ersten Quartal des neuen Jahres ändern.

Da ein neuer Rettungswagen mit mehr als 100 000 Euro zu Buche schlägt, werden die 99 Mitglieder des Fördervereins auf einen gebrauchten Rettungswagen zurückgreifen. „Mit fünf bis zehn Jahre alten Modellen, die preislich etwa zwischen 12 000 und 30 000 Euro liegen, ist man für die kommende Dekade in der Regel ganz gut aufgestellt“, sagt Süttner.

Komplette Spenden-Finanzierung

Da der neue Lebensretter auf vier Rädern vollumfänglich über Spenden finanziert wird, entscheidet der Endbetrag der Spendenaktion über Ausstattung und Baujahr. „Je mehr wir am Ende zusammenbekommen, desto neuer wird das angeschaffte Fahrzeug sein“, verdeutlicht der Vorsitzende.

Was vielen nicht bewusst ist: Allein mit dem Kauf des neuen Rettungswagens stehen die Kosten nicht still: „Natürlich müssen wir als Förderverein nicht nur für die Anschaffung, sondern auch für alle Folgekosten wie etwa Tankfüllungen, Werkstattrechnungen, Versicherung und Steuer aufkommen.“

Um die Summe zusammenzubekommen, haben die Mitglieder bereits regionale Unternehmen und Fördermitglieder um eine Spende gebeten. Zudem gab es Unterstützung von Tupperware-Beraterin Marina Norgauer, die derzeit 20 Prozent der Beträge aus Bestellungen in die Spendenaktion fließen lässt.

Rund 250 Einsätze im Jahr leistet die Ortsgruppe mit den vier Einsatzdiensten „Helfer vor Ort“, „Unterstützungsgruppe Rettungsdienst“, „Sanitätsdienst“ und „Hausnotruf“. Derzeit steht den ehrenamtlich Engagierten jedoch lediglich ein „Helfer-vor-Ort“-Auto zur Verfügung, das zwar die Erstversorgung in Nagel und den umliegenden Gemeinden gewährleisten soll, jedoch keine Patienten transportieren kann. Damit sind momentan auch keine Fernverlegungen möglich.

Die Adresse für Spenden
Wer den Helfern in Not bei der Finanzierung ihres neuen Rettungswagens unter die Arme greifen möchte, wird gebeten, seine Spende auf das Konto der Sparkasse Hochfranken (IBAN DE05 7805 0000 0222 5310 14) oder das Paypal-Spendenkonto „ paypal.foerderverein-brk-nagel.de“ zu überweisen. Jeder Spender erhält unaufgefordert eine Quittung. Bis voraussichtlich Ende Januar läuft die Spendenaktion des Fördervereins der BRK-Bereitschaft Nagel noch.

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