Mausi, Hasi , Bambi Richard Lugners Frauen: Ist Bienchen die letzte?

Theresa Schäfer
Richard Lugner und die Frauen: Eine Geschichte mit vielen Kapiteln – von Nina „Bambi“ Bruckner (links) bis Cathy „Spatzi“ Schmitz. Gibt es mit Simone (Mitte) ein Happy End? Foto: imago/Skata/Eventpress

Es soll seine letzte Ehe sein, was mit 91 keine ganz steile These ist. Richard „Mörtel“ Lugner heiratet zum sechsten Mal. Die Braut heißt Simone oder – im Lugner-Sprech – Bienchen.

 
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Mausi, Hasi, Bambi, Katzi – ohne tierische Verniedlichung ist bislang noch keine von Richard Lugners Gefährtinnen ausgekommen. Sogar einen Goldfisch gab es mal. Jetzt also Bienchen. Der Österreicher, den man über seine Heimat hinaus mit Spitznamen nur Mörtel nennt, weil er als Bauunternehmer steinreich geworden ist, will mit 91 noch einmal heiraten. Es ist Ehe Nummer sechs, die am 1. Juni im Rathaus von Wien geschlossen werden soll.

Bienchen heißt eigentlich Simone Reiländer, züchtet gerne Biogemüse und soll Ordnung in Lugners verwilderten Garten bringen. Der 91-Jährige hat vier Kinder, seine beiden ältesten Söhne könnten die Väter der Damen sein, mit denen sich ihr Vater in Serie schmückt. Mörtel macht sich keine Illusionen und sieht sein Liebesleben pragmatisch: „Jede Beziehung, die ich eingehe, bringt finanzielle Vorteile für die Partnerin.“ Zu den hundert reichsten Österreichern gehört Lugner laut dem Wirtschaftsmagazin „Forbes“ aber nicht mehr.

Der besseren Wiener Gesellschaft ist Lugner peinlich: seine wechselnden Frauen. Die bezahlten Stargäste, die er mit viel Radau auf dem ehrwürdigen Opernball anschleppt. Sogar fürs Amt des Bundespräsidenten hat er schon kandidiert. Wenn grade nichts passiert in seinem Leben, macht Mörtel eben selbst Schlagzeilen und sei es nur, dass er Journalisten erzählt, er sei gerade „bös’ erkältet“ und müsse deshalb seine Coronaimpfung verschieben.

Seine Jugendliebe und erste Frau Christine Gmeiner bekam noch keinen tierischen Spitznamen, auch die Ehefrauen Nummer zwei und drei offenbar nicht. Die Erste war Christina Lugner, die Mausi. Von da an ging’s kreuz und quer durch Brehms Tierleben. Eine – zugegebenermaßen ziemlich unübersichtliche – Übersicht:

Mausi: Christina Lugner

Foto: imago

Noch bevor die Kardashians ihr Familienleben vor die Kameras zerrten, gab es im österreichischen Privatfernsehen die Reality-Soap „Die Lugners“. Darin zeigten Richard Lugner und seine vierte Frau Christina ihr Luxusleben – inklusive Opernballbesuch natürlich. Mörtel liebt die Schlagzeilen. Legendär wurde folgende Geschichte: Als bei Mausi 1993 die Wehen einsetzten, rief Lugner noch auf dem Weg ins Krankenhaus einen Journalisten an, um die Babymeldung zu verkünden. 2007 ließen sich die Lugners nach 16 Jahren Ehe scheiden. 2009 zog Mausi zu Kakerlaken und Spinnen ins RTL-Dschungelcamp.

Hasi: Bettina Kofler

Foto: imago

Wie gut, dass es in Mörtels Privatleben nie langweilig wird. So konnte der Sender ATV den Unternehmer gleich auf der Suche nach einer neuen Freundin begleiten. Er fand sie – nach einem ausführlichen Casting – in Bettina Kofler, die flugs den Spitznamen Hasi verpasst bekam. Zum Opernball 2008 kam Lugner mit Hasi und der Burlesque-Künstlerin Dita von Teese. Wenig später war die Liaison mit der Blondine schon wieder vorbei.

Käfer: Sonja Schönanger

Foto: imago/imago stock&people

Ein Paar waren sie nicht besonders lange, aber Sonja „Käfer“ Schönanger und Richard Lugner blieben auch danach Freunde. Sie begleitete ihn Jahre später noch auf Events. Gegenüber der „Bild“-Zeitung zeigte er sich schwer getroffen, als Schönanger, die in Wien einen Schuhladen hatte, 2023 an Krebs starb.

Bambi: Nina Bruckner

Foto: Imago/Eventpress/Mathias Krohn

Lag es an ihren rehbraunen Augen, dass Nina Bruckner von Mörtel Bambi getauft wurde? Wir wissen es nicht. Auch die Dauer dieser Beziehung war kurz: Nach fünf Monaten trennte sich das Paar im Jahr 2009 schon wieder – selbstverständlich vor laufender Kamera. „Der Richard hat nur mehr über die Quoten gesprochen. Er ist sehr mediengeil“, klagte Nina Bruckner anschließend im Interview mit dem Lugner’schen Haus- und Hofblatt „Österreich.“

Katzi: Anastasia Sokol

Foto: imago

Vergleichsweise lange hielt es Katzi mit Lugner aus: Der Bauunternehmer und Anastasia Sokol waren gute drei Jahre ein Paar. Sorgen musste man sich um Katzi machen, weil sie über die Jahre immer dünner wurde wie Österreich in der Lugner-TV-Soap verfolgen konnte. Nach der Trennung sagte die junge Frau, sie und Lugner hätten unterschiedliche Vorstellungen von einer Beziehung gehabt.

Kolibri: Bahati Venus

Foto: imago/Manfred Siebinger

Richard Lugner flatterte weiter – Bahati Venus nannte er zur Abwechslung Kolibri. Lang hielt die Liaison nicht. Bahati Venus ließ sich später fürs Männermagazin „Penthouse“ fotografieren und machte 2015 bei der RTL-Kuppelshow „Adam sucht Eva – Gestrandet im Paradies“ teil, die auf dem doch etwas seltsamen Konzept basierte, dass alle Teilnehmer gänzlich hüllenlos nach dem Partner fürs Leben suchten.

Spatzi: Cathy Schmitz

Foto: imago/G. Chlebarov

War ganz Österreich abgegrast? 2014 heiratete Lugner jedenfalls eine Rheinländerin. Die Braut, erst 24 und damit 57 jünger als der Bräutigam, fuhr in einer weißen Kutsche vor – gezogen von sechs Schimmeln. Mehr Fotografen als Gäste waren da, als im Schloss Schönbrunn aus dem Ex-Playmate Cathy Schmitz Cathy Lugner wurde. Zwei Jahre später war die Scheidung durch. Anschließend zog sich Schmitz für den „Playboy“ aus und sagte im zugehörigen Interview an Lugners Adresse: „Da kann er mal schön sehen, was er jetzt alles verpasst.“

Bienchen: Simone Reiländer

Foto: imago/Rudi Gigler

Seine Astrologin hat ein gutes Gefühl und auch der Bräutigam selbst ist zuversichtlich: „Das ist meine letzte Ehe“ – was mit 91 keine allzu steile These ist. Simone Reiländer, das Bienchen, soll am 1. Juni Frau Lugner werden. Die zwei waren bereits 2021 verlobt, hatten sich dann aber getrennt. Reiländer hat einen grünen Daumen: Sie hat in einem Bau- und Gartenmarkt gearbeitet.

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