Max Prosa hat ihn perfektioniert, den glasigen Schwärmerblick gen Bühnendecke – hinein in den Traumraum. Dazu singt dieser immer etwas zerbrechlich scheinende Schlaks: „Solang du lebst, verschwende dich – an ein Gefühl, an ein Gesicht.“ Oder: „Zeit verfliegt, Hass verbiegt, Liebe siegt.“ Ja, das erinnert zuweilen an Kalendersprüche. „Schmerzensmann“, so labeln Kritiker wie Anhänger den 35-jährigen Songpoeten – der seinen Fans nicht nur Alben und Konzerte, sondern auch Gedichtabos anbietet – mit schöner Regelmäßigkeit.
Max Prosa in Helmbrechts Melancholie für die Menschlichkeit
Nico Schwappacher 29.09.2024 - 13:47 Uhr