Mechlenreuth Dorferneuerung beginnt mit Abriss

In Mechlenreuth weichen zwei Häuser, damit dort etwas Neues entstehen kann. Eines davon gehört sowohl der evangelischen als auch der katholischen Kirche.

Auch das markante grüne Haus Nummer 22 ist in desolatem Zustand Foto: /Patrick Findeiß

Die Stadt Münchberg möchte in den nächsten Jahren die Ortsteile Mechlenreuth, Mussen und Straas verschönern und plant dort Dorferneuerungen. Daran möchte Bürgermeister Christian Zuber die Bürger beteiligen. Aus Mechlenreuth kam der Wunsch, für das verlassene, verfallene Gebäude mit der Hausnummer 20 eine Lösung zu finden. Um die ging es nun in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Bauamtsleiter Frank Müller informierte die Räte über den Zustand des Gebäudes, das sich am Abzweig Dietelmühle/Kleinlosnitz befindet. „Im Dach sind schon Löcher, der Zustand ist desolat. Wir sollten es nicht unkontrolliert einstürzen lassen“, lautet seine Einschätzung. Eine Sanierung sei nicht mehr möglich, der Abriss unumgänglich. Er gab außerdem zu bedenken, dass die Entsorgung aktuell ziemlich kostengünstig sei. Für Altholz zum Beispiel bekomme man etwas gezahlt.

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Aber das Haus Nummer 20 ist nicht das einzige Anwesen in einem desolaten Zustand. Auch das Haus Nummer 22 weist laut Müller Feuchtigkeitsschäden auf, der Fußboden ist eingefallen. Auch dieses Gebäude ist seiner Einschätzung nach nicht mehr zu retten. Sobald die Freileitungen abmontiert sind, sollte es abgerissen werden. Die Räte einigten sich darauf, den Auftrag für den Abriss der beiden Häuser an die Firma Stefan Brummer aus Münchberg zu vergeben. Die Angebotssumme liegt bei 83 300 Euro. Das Amt für ländliche Entwicklung in Bamberg, das für die Dorferneuerung zuständig ist, hat bereits zugestimmt.

Das Haus Nummer 20 gehört zu gleichen Teilen der evangelischen und der katholischen Kirche. Die Kirchen haben sich geeinigt, dass Anwesen abreißen und das Grundstück in die Dorferneuerung einfließen zu lassen. Laut Müller will man das Flurstück nach dem Abriss neu ordnen.

Für Stadtrat Hermann Seiferth (SPD) ist das ein Musterbeispiel dafür, wie gut es laufen kann, wenn mehrere Institutionen zusammenarbeiten. „Nicht nur die Kirchen mussten sich verständigen – und oft ist es schwierig, auf einen Nenner zu kommen.“ Hier sei das jedoch gelungen und dadurch habe Mechlenreuth gewonnen. „Aus dem Areal kann man nun wirklich etwas Attraktives machen“, sagte Seiferth erfreut.