Mega-Konzert in Bad Alexandersbad Big Band spielt auf den Schlossterrassen

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Der Kur- und Gewerbeverein Bad Alexandersbad wird zuweilen zum Konzertveranstalter. Jetzt ist ihm ein großer Wurf mit einem Auftritt der Superlative am kommenden Sonntag gelungen.

Das Foto zeigt einen Teil des 50-köpfigen Ensembles der Metropol Philharmonic Big Band aus Nürnberg, die am Sonntag in Bad Alexandersbad auftritt. Foto: pr.

Diese Location ist im Landkreis einmalig: Am Sonntag verwandeln sich die Schlossterrassen in Bad Alexandersbad in ein etwas anderes Konzertgelände. Ab 18 Uhr tritt hier die Metropol Philharmonic Big Band aus Nürnberg auf. Die Formation gilt als Frankens größte freie Crossover-Formation. Sie besteht aus Big Band, einem Streichorchester, einem gemischter Chor, Solisten und Backgroundsängern – allesamt ambitionierte Laienmusiker.

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Veranstalter des Konzertes ist der Kur- und Gewerbeverein in Kooperation mit dem Förderverein Historisches Badehaus.

„Im Grunde sind wir eher zufällig zu der Formation gekommen“, berichtet Kur- und Gewerbevereinsvorsitzender Sigurd Strobel. So habe der Verein im zeitigen Frühjahr eine Veranstaltung über Resilienz organisiert. „Bei dieser kamen wir mit einem Besucher aus Mehlmeisel ins Gespräch, der uns auf die 80er-Jahre-Party ansprach, die wir am kommenden Samstag im Park veranstalten. Nach kurzer Zeit sagt er, dass der Metropol-Big Band am 25. Juni ein Termin geplatzt sei und ob wir uns nicht vorstellen könnten, einzuspringen.“ Für die Verantwortlichen des Vereins ist dies trotz extrem kurzer Vorbereitungszeit keine Frage gewesen. „Natürlich nahmen wir das Angebot an, so eines kommt schließlich nicht jeden Tag um die Ecke.“ Und so wird Bad Alexandersbad kommendes Wochenende zur Kulturhochburg im Landkreis.

Wie Sigurd Strobel und seine Frau Sabine im Gespräch mit unserer Zeitung sagen, sind die Schlossterrassen für große Konzerte bestens geeignet. Steif werde es an dem Abend aber nicht zugehen. Die Besucher haben bei freiem Eintritt freie Platzwahl. Wer will, kann selbst Stühle mitbringen, auch Essen und Trinken. Die Mitglieder des Kur- und Gewerbevereins stellen locker verteilt Biertischgarnituren auf und bieten Getränke wie Limo, Bier, Säfte oder Sekt an. „Uns schwebt ein Picknick-Open-Air vor.“

Wie viele Gäste kommen werden, können die Strobels nicht einschätzen, sie hoffen auf möglichst viele, da der Verein an dem Abend auch Spenden zugunsten des Kinder-Zentrums Filumi sammelt. Mit dem Geld soll weiteren Familien mit schwer kranken Kindern eine Auszeit in dem von der Bertold- und Brigitte-Hollering-Stiftung gegründeten Zentrum ermöglicht werden.

„Da wir erst Ende März mit der Organisation beginnen konnten, war es für uns natürlich eine riesige Herausforderung, einen richtig großen Konzertabend aufzuziehen, aber ich glaube, es kann richtig gut werden“, freut sich Sigurd Strobel schon auf die Big Band. Er habe sie zwar noch nicht live gesehen, „aber die Ausschnitte im Internet sind vielversprechend, langweilig wird es jedenfalls nicht.“

Der Kur- und Gewerbeverein mausert sich schön langsam zum Kulturverein. Vergangenes Jahr starteten die Aktiven mit „Kult im Park“ eine neue Reihe. „Wir hatten die Kellerband aus Waldershof und Marktredwitz eingeladen und rechneten mit maximal hundert Besuchern. Am Ende kamen mehr als 250 und alle hatten einen fantastischen Abend.“ Am Samstag, 24. Juni, kommt die Musik zwar aus der Konserve, wird dafür aber von einem DJ gemixt. Die Party steigt am Musikpavillon im Kurpark hinter dem Schloss. Unter den dann bunt beleuchteten Bäumen feiern die Gäste ab 18 Uhr in einem einzigartigen Ambiente.

Tags darauf folgt das große Big-Band-Konzert – ebenfalls in einem einzigartigen Ambiente. Die Metropol Philharmonic Big Band aus Nürnberg lässt sich in kein Genre quetschen, von Klassik bis Rock reicht das Repertoire, Michael-Jackson-Klassiker gibt es ebenso zu hören wie Frank Sinatra, Adele, Guns’n’Roses und mehr.

Bleibt die Frage, ob es bei dem einen Konzert auf den Schlossterrassen bleibt oder ob sich daraus vielleicht eine Konzertreihe anschließt. Sigurd Strobel: „Anbieten würde sich die Location sicherlich für ähnliche Veranstaltungen. Wir müssen jetzt erst einmal abwarten, wie die Resonanz am Sonntag ist. Denkbar ist aber alles.“