Mehr Geld für Designer Stadtrat stockt Zuschuss für Hochschule auf

Der Studiengang „Design und Mobilität kommt in die Gänge: In den ersten Jahren werden die Studenten noch im Rosenthal-Spiegelhaus ihr Domizil haben, später wird auf dem Gelände im Vordergrund das neue Design-Studio entstehen. Foto: /Florian Miedl

Einstimmig sprechen sich die Räte dafür aus, weitere 15 000 Euro aufzuwenden. Damit übernimmt Selb fast die Hälfte des regionalen Beitrags für den Studiengang „Design und Mobilität“.

Selb - Die Stadt Selb wird die Einrichtung des Studiengangs „Design und Mobilität“ mit weiteren 15 000 Euro über die bereits zugesagten Mittel hinaus unterstützen. Einstimmig folgten die Räte in ihrer Sitzung am Dienstagabend dem Vorschlag der Verwaltung. Den Aufbau des Studienganges nannte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch ein freudiges und wichtiges Thema. Und wenn eine weitere finanzielle Beteiligung möglich sei, „sollten wir es auch tun“.

Die Haupt- und Rechtsamtsleiterin Nicole Abraham erläuterte die vorgesehene Finanzierung: Wie bereits mehrfach berichtet, wird die staatliche Fachschule für Produktdesign um ein Design-Studio ergänzt. Der Bau erweitere die Ausbildungsmöglichkeiten dieser bundesweit bekannten Schule, sagte Abraham. Der Selber Stadtrat hatte im Juni dem Erbbaurecht für das vorgesehene Gelände zugestimmt. Der Studiengang selbst startet mit dem Herbstsemester im Oktober mit bis zu 30 Studenten. In den ersten Jahren werden die Vorlesungen im Rosenthal-Spiegelhaus stattfinden. Pächter der Flächen dort ist der Freistaat. „Nach wie vor erwartet die Hochschule aber, dass sich die Region an der Finanzierung der ersten technischen Ausstattung beteiligt“, sagte Abraham. Dazu gehören zum Beispiel CAD-Wortstation, Monitore, 3 D-Drucker und andere Geräte. Der Kreisausschuss habe dem Vorgehen zugestimmt.

Freiwillige Leistung

Insgesamt gehe das Landratsamt von Kosten in Höhe von 181 900 Euro aus – auf zwei Haushaltsjahre verteilt. Die Oberfranken-Stiftung habe bereits 36 380 Euro bewilligt, die Rainer-Markgraf-Stiftung eine Summe von 60 000 Euro zugesagt. Damit liegt der regionale Anteil noch bei 85 520 Euro. Die Stadt Selb übernimmt davon bereits 27 500 Euro: eine Hälfte heuer, die andere im kommenden Jahr. Nun müsse der Stadtrat entscheiden, ob weitere 15 000 Euro beigesteuert werden können, sagte die Hauptamtsleiterin. In Summe entspreche dies dann annähernd der Hälfte des regionalen Beitrages. Da die Haushaltslage heuer keine weiteren freiwilligen Zuschüsse zulasse, müsste das Geld in den Haushalt 2022 eingestellt werden.

Genau dies beschloss der Stadtrat. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kreil fügte vor dem Beschluss an, es habe einen ganz besonderen Charme, wenn er Freistaat, der sonst keine freiwilligen Leistungen der Kommunen zulässt, jetzt eine freiwillige Leistung der Stadt fordere.

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