Mehr Zweit- als Erstimpfungen Nur scheinbarer Widerspruch bei Impfzahlen

Eine Zweitimpfung muss nicht unbedingt die zweite Spritze sein. Foto: dpa/Stefan Puchner

Wie kann es sein, dass Menschen im Hofer Land häufiger ein zweites Mal geimpft sind als ein erstes Mal? Die Erklärung liegt in der Rechenweise.

Hof - Auf den ersten Blick scheint es widersprüchlich: Bei den Impfzahlen im Hofer Land übersteigt die Zahl der Zweitimpfungen die der Erstimpfungen. Aktuell sind es 109 671 zu 111 236. Wie das Landratsamt mitteilt, hat dieser statistische Effekt nichts mit Impftouristen oder Fehlern bei der Erfassung zu tun. Im Wesentlichen kämen diese Zahlen aus zwei Gründen zustande. Nummer eins hängt mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson zusammen. Er wird nur einmal verabreicht, und daher wird diese eine Spritze als Zweitimpfung erfasst, weil damit der komplette Impfschutz erreicht ist. Der andere Grund liegt in der Impfungen von Genesenen begründet. Wer ungeimpft an Covid erkrankt und nach mehreren Monaten einmal geimpft wird, galt als vollständig geimpft – was als Zweitimpfung in die Daten eingerechnet wurde. Daher laufen insgesamt mehr Zweit- als Erstimpfungen auf.

In der Statistik wird laut Landratsamt jede Impfung im Hofer Land gezählt: direkt über das Impfzentrum oder via Regierung aus den Arztpraxen. Impftourismus spiele keine bedeutende Rolle. hawe

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