Eine Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro sieht der Nachtragshaushalt vor. Die EU hat gleichzeitig den Weg frei gemacht für umfangreiche staatliche Rettungsschirme der Mitgliedstaaten, indem sie die Schuldenregeln des Stabilitätspakts ausgesetzt hat. Milliardenschwere Hilfsprogramme sind zwar ein nicht zu unterschätzendes Risiko, weil sie die Saat für eine übermäßige Staatsverschuldung in sich tragen. Zumal einige EU-Länder schon jetzt finanziell angeschlagen sind. Dennoch ist es richtig, dass Berlin und Brüssel entschlossen gehandelt haben. Wir lassen Unternehmen und Arbeitnehmer nicht allein, sondern wir werden ihnen in dieser Notlage unter die Arme greifen - dieses Signal der Politik ist sehr bedeutend. Es schafft Vertrauen und trägt dazu bei, Wirtschaft und Gesellschaft zu stabilisieren. Denn wie wir wissen, ist Wirtschaft zu einem beträchtlichen Teil Psychologie.
Meinungen Europäische Solidarität
Matthias Will 24.03.2020 - 20:52 Uhr