Tatsächlich ist die globale Großwetterlage alles andere als beruhigend. Die Welt lebt über ihre Verhältnisse. Die Welt, das sind wir. Wir konsumieren mehr, als wir erwirtschaften. Weil wir uns die Zinsen für ein Leben auf Pump nicht mehr leisten können, haben wir sie abgeschafft. Weil vielen Staaten die Kraft für Reformen fehlt, werden sie von Notenbanken finanziert. Mit Geld aus einer virtuellen Welt, der die reale mehr und mehr ausgeliefert ist. Gold, Geld, Konsum - glitschige Pfade in eine neblige Zukunft. Dem Reiz des Goldes sind wir ja schon immer erlegen. "Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen", mahnte Goethe. Und wer Wagners Rheingold zum Ring schmiedet und der Liebe absagt, soll Weltherrscher werden. Der Mensch, die Macht, das Geld - wir haben wenig dazugelernt.