Beinah vier Stunden schaut der Durchschnittsdeutsche täglich in die Glotze. Was sollen ihm da Bücher? Sieben bis acht Stunden schläft er; sieben bis acht geht er der Arbeit nach; auf die verbleibenden etwa neun Stunden entfallen Nahrungsbeschaffung und -aufnahme, körperpflegende und sanitäre Verrichtungen, Sport und Spiel, familiäre Unternehmungen und soziale Kontakte, Tätigkeiten in Haus und Garten . . . Wie viele Stunden, nein: Minuten bleiben dem Durchschnittsdeutschen wohl noch zum Lesen? Zwanzig wendet er für seine Tageszeitung auf. Das war's. Das ist er: der Tod des Buches.
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Redaktion 08.10.2014 - 00:00 Uhr