Hinterher gibt sich Wladimir Putin unschuldig: Die Aufgabe, die Mannschaftswertung in Sotschi zu gewinnen, habe er nie jemandem gestellt, sagte der Staatschef kürzlich. Man habe es vielmehr als seine Aufgabe betrachtet, die Winterspiele 2014 würdig vorzubereiten und durchzuführen. "Russland hat diese Aufgabe glänzend gelöst." Ein krasser Gegensatz zur Einschätzung der Welt-Antidoping-Agentur Wada des IOC, die es als erwiesen ansieht, dass russische Mediziner und Geheimdienstler in Sotschi Dopingproben russischer Favoriten durch ein Loch im Abstellraum schmuggelten, aufbrachen und gegen sauberen Urin austauschten. Ein frecher Missbrauch olympischen Heimrechts.
Meinungen Putins cleveres Kalkül
Stefan Scholl 10.12.2017 - 22:36 Uhr