Das neue Bürgergeld, das am Freitag von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde, stößt bei der Beratungsstelle für Arbeitslose in Kulmbach auf Kritik. Auch wenn der Regelsatz unter dem Namen Bürgergeld zum 1. Januar 2023 für einen alleinstehenden Erwachsenen um rund 50 Euro von bisher 448 auf 502 Euro erhöht werde, sei das „nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, erläuterte Marion Hofmann von der Beratungsstelle. Seriöse Studien, wie die vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, hätten bereits vor den Preissteigerungen in diesem Jahr einen Regelsatz von 649 Euro gefordert, um ein menschenwürdiges Leben und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Nach aktuellen Berechnungen des Verbandes wären aber mehr als 700 Euro im Monat notwendig.