Michael Adami folgt Birgit vom Ende nach Ein neuer Leiter im neuen Jugendtreff

Silke Meier

Michael Adami will die zunächst die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen kennenlernen. Die nehmen den Übergangs-Treffpunkt in der Robert-Koch-Straße gut an.

Der Jugendtreff, der bisher in der Röntgenstraße residierte, ist in die Robert-Koch-Straße 22 umgezogen. Und die Einrichtung bekommt einen neuen Leiter. Unser Bild zeigt (von links) Birgit vom Ende, die im April in den Ruhestand geht, ihren Nachfolger Michael Adami und Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch in den neuen Räumen. Foto: /Silke Meier

Selb - Drei Zimmer, Küche, Bad: Der Jugendtreff am Vorwerk ist – nach der corona-bedingten Schließung im Oktober – umgezogen das Erdgeschoss des leer stehenden Hauses Robert-Koch-Straße 22. Dort trafen sich in den vergangenen Tagen schon bis zu 25 Kinder und Jugendliche. „Es wird angenommen“, sagt Birgit vom Ende, die im April in den Ruhestand geht. Ihr Nachfolger, Michael Adami, freut sich auf die neue Herausforderung.

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Der Liebe wegen nach Selb

Adami ist von Beruf Erzieher, war in Berlin in einer intensivpädagogischen Wohngruppe tätig und arbeitete mit unbegleiteten Flüchtlingen. Nach Selb kam er der Liebe wegen. Im November zog er auf das Vorwerk und bewarb sich um die ausgeschriebene Stelle. Michael Adami spricht von einer „sehr glücklichen Fügung“ und freut sich, in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einzusteigen. Sein erster Eindruck ist durchweg positiv: Ältere Jugendliche würden jüngere integrieren und aufeinander achten. „Das ist sehr harmonisch“, hat er festgestellt.

Grundsätzlich werde der Jugendtreff von Kindern im Alter ab sechs Jahren und jungen Erwachsenen bis 25 Jahren besucht. „Die Älteren gehen eher in den Chiller“, hat Birgit vom Ende beobachtet. Der „Chiller“ ist ein Wohnzimmer mit selbst gebauten Paletten-Möbeln, Tisch, Regal, Fernseher und Dart-Automat. Und mit einem Aquarium, das einen pädagogischen Hintergrund habe, meint vom Ende. Das Aquarium, ein Projekt, das während Corona umgesetzt wurde, könne beruhigend wirken.

Kreativangebote und Brettspiele

Der Raum nebenan gleicht einem Kinder- und Jugendzimmer mit einem großen Tisch, der auch für Kreativangebote genutzt werden kann. Im Regal liegen zahlreiche Brettspiele, an der großen Tafel an der Wand steht ein freundlicher Willkommensgruß.

Michael Adami plant professionell. „Ankommen und die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen wahrnehmen“, darum gehe es ihm in den kommenden Tagen und Wochen. Im Sommer soll eine Ferienfahrt unternommen werden.

Sanierungsbedürftig

Wie lange der Jugendtreff in der Robert-Koch-Straße bleibe, sei ungewiss. Das Haus müsse generalsaniert werden, sagte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und: Die Wohnungen seien „sozial gerecht frei gemietet“. Ziel sei es, nach einer Sanierung neu vermieten zu können. Auch der Jugendtreff am Vorwerk soll laut dem Oberbürgermeisters saniert werden. Beide Jugendeinrichtungen, das JAM in der Innenstadt und das Jugendzentrum am Vorwerk, seien dringend notwendig, betonte er: „Dafür tun wir alles.“ Die Übergangslösung in der Robert-Koch-Straße sei zwar kleiner, aber zeitgemäß und gemütlich. Der Jugendtreff sei im Wohngebiet gut integriert. Im Sommer könne der Außenbereich genutzt werden.

Der Jugendtreff ist von Montag bis Donnerstag von 15 bis 21 Uhr geöffnet. Michael Adami lädt herzlich ein: „Wir machen diese Arbeit nicht für uns sondern für die Kinder und Jugendlichen, und alle sind willkommen.“