Migration Weber: Deutschland "schlafwandelt in neue Migrationskrise"

dpa
EVP-Politiker Manfred Weber (CSU) spricht im Europäischen Parlament. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Wegen der russischen Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine rechnet der EVP-Vorsitzende Manfred Weber mit vielen Flüchtlingen in diesem Winter. Die Bundesrepublik sei darauf nicht vorbereitet.

Brüssel - Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, rechnet mit einem Anstieg der Geflüchteten in diesem Winter. "Wir müssen uns angesichts der anhaltenden Zerstörung von Energie-Infrastruktur in der Ukraine durch Putins Terrorregime darauf einstellen, dass eine große Zahl Ukrainer in diesem Winter in die EU kommt - und viele davon auch nach Deutschland", sagte Weber der "Welt am Sonntag" in Bezug auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

"Ich fürchte, wir werden einen dramatischen Fluchtwinter erleben." Deutschland sei auf diese Situation nicht vorbereitet und "schlafwandelt gerade in eine neue Migrationskrise".

Mit Blick auf die Fluchtroute über das Mittelmeer in Richtung Italien schlug der EVP-Chef an den dortigen EU-Außengrenzen gemeinsame Patrouillen von deutschen und italienischen Beamten vor. Wer von den Geflüchteten kein Visum, keinen Pass oder keinen Asylgrund habe, sollte nach Webers Worten umgehend wieder rückgeführt werden.

 

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