„Mission Marina“ Riesige Welle der Hilfsbereitschaft für Krebskranke

Sandra Hüttner

Die Resonanz auf den Artikel über die schwer kranke Marina Kunzelmann ist riesig. Die Spendenbereitschaft berührt die Selbitzerin zutiefst. Für die erhoffte Therapie reicht es aber noch nicht.

Ihr Lachen ist ansteckend: Marina Kunzelmann. Foto: Hüttner

Selbitz - Marina Kunzelmann kann es nicht fassen: Der Artikel in der Frankenpost am 2. März „Auf die Zukunft kann sie nicht warten“ hat ein großes Echo beschert. „Es ist einfach der Wahnsinn, wie viele Menschen an meinem Schicksal Anteil nehmen. Ich bekomme Post von Fremden, Anrufe und so viele Nachrichten über Facebook und Instagram“, erzählt die 45-jährige erfreut, mit Tränen in den Augen. „Es passieren so viele Dinge“, erklärt sie.

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Seit Januar 2019 kämpft die alleinerziehende Mutter gegen den Krebs, einem Leiomyosarkom, der von Muskelzellen ausgeht und mit üblichen Therapien schwer oder gar nicht in den Griff zu bekommen ist, der bereits Metastasen in der Leber, der Lunge und der Rückenmuskulatur gestreut hat. Drei Jahre blieb der Krebs stabil. Doch Mitte vergangenen Monats der niederschmetternde Befund: der Krebs hat einen großen Wachstumsschub und viele Metastasen gestreut. Hoffnung bietet unter anderem eine Therapie mit onkolytischen Viren, die allerdings noch in den Kinderschuhen steckt, deshalb privat zu finanzieren ist und viel Geld kostet. Die Gesamtkosten für alle Behandlungen belaufen sich auf zirka 140 000 Euro. Geld, das die frühere Erzieherin nicht hat.

Die Hilfe ist groß und auch vielfältig. Das Autohaus Zapf übernimmt die Kosten für die nächste Haupt- und Abgasuntersuchung. Das Geschäft Gardinen Bine hat im Geschäft in Selbitz ein Sparschwein zur „Mission Marina“ aufgestellt. Der ATS Selbitz spendet pro Mitglied einen Euro – insgesamt 337. „Die Spielvereinigung Selbitz ruft bei ihren nächsten zwei Heimspielen am 12. und 19. März zu Spenden auf und hat mich eingeladen“, erzählt Kunzelmann. Verschiedene kleinere Unternehmen möchten zehn und mehr Prozent ihres März-Umsatzes spenden. „Unterm Strich steht bisher die stolze Summe von 23 000 Euro“, sagt Kunzelmann. Das kist allerdings noch längst nicht genug für die Therapie. „Der Landkreis Hof hat zirka 94 500 Einwohner. Würde jeder 1,50 Euro spenden, wäre die Summe erreicht, die mir Hoffnung im Kampf gegen den Krebs und für eine Zukunft mit meinem Sohn gibt.“ Das Spendenkonto: Marina Kunzelmann: DE94 7806 0896 0141 8466 39 bei der VR-Bank Bayreuth-Hof. .