Sie habe es gemacht, um ihn zu „schützen“. Angeblich habe sie nicht gewusst, warum er plötzlich wegmusste. Sie habe erst danach gewusst, was passiert war. Die Ermordeten habe sie nicht gesehen, sie sei nicht unten gewesen, sie habe zu der Zeit geschlafen.
Kontaktsperre
Dennoch will sie mit ihrem Freund zusammenbleiben, darf ihn aber weder besuchen noch ihm Briefe schreiben – Kontaktsperre ist in der U-Haft üblich. Sie verweist immer darauf, dass die „Hintergründe“ komplett andere seien als von der Öffentlichkeit angenommen. Ihre Eltern seien nicht so, wie sie in den Medien dargestellt worden seien. Auf die Frage, ob gegen sie ermittelt wird, antwortete sie nicht.
Auf die Frage, ob sie es hätte verhindern können, wenn sie von Felix‘ Plan vorher gewusst hätte, schreibt sie: „Keine Ahnung.“ Jemand schrieb: „Du bist abgehauen mit dem Mörder deiner Eltern.“ „Genau.“
Nach einem Bericht der Zeitung „Bild am Sonntag“ vom 30. Januar sei Felix ausgerastet, weil ihr Vater sie vorher zusammengeschlagen habe. Es gehe schon ihr Leben lang so, dass ihre Eltern sie schlecht behandelten.
Diese Informationen stammten von einem engen Freund der 16-Jährigen, die sie ihm in einem sozialen Medium geschickt haben soll. Demnach habe Felix sie „egal um welchen Preis“ beschützen wollen. Mit unserer Zeitung wollte das Mädchen nicht sprechen. Auch ihr Verteidiger machte keine Angaben.
Die Beamten der Spurensicherung waren noch Wochen nach der Tat im Haus in Mistelbach. Da Felix nach seinem Geständnis sich nicht mehr äußerte, war er nach Informationen unserer Zeitung bisher noch nicht am Tatort.
Die Kinder sind bei Pflegeeltern, die Tochter war bei einer anderen Familie untergebracht. Sie wollte eigentlich eine Lehre anfangen. Jetzt gehen die Ermittlungen gegen sie weiter. Aus ihrem Umfeld wurden die Freunde und Mitschüler der beiden Verdächtigen befragt, was sich hingezogen hat, so Staatsanwalt Dippold.