Irgendetwas war immer: Zunächst der Clinch mit der Stadt Marktleuthen wegen strittiger Nebenkosten, der Umzug einer kompletten Schule nach Arzberg, ein offener Streit im Trägerverein, dessen Vorstand keine Mitgliederversammlungen hielt, und Altverbindlichkeiten, die fast bis zur Insolvenz führten. Wer würde angesichts der Vorgeschichte der Montessori-Schule nicht wünschen, endlich in ruhiges Fahrwasser zu kommen? Mit Jens Wegmann, einem jungen Pädagogen, hat die Schule seit Sommer einen neuer Leiter, den dritten seit dem Umzug nach Arzberg vor sechs Jahren, – und beste Voraussetzungen. Und doch rumort es in Teilen der Elternschaft, denn Schulleiter Wegmann befindet sich seit einem guten Monat rund 9600 Kilometer entfernt von Schulhaus, Pausenhof und Klassenzimmern. Nicht alle Erziehungsberechtigten fühlten sich umgehend informiert.