Die Arbeit eines Strafgerichts und der Kripo ist oft eine mühselige Tätigkeit. Kleinstarbeit ist gefordert, die nicht selten trocken und ermüdend, aber doch unverzichtbar ist, wenn man der Wahrheit auf den Grund gehen will, oder besser: muss! Denn es hängt viel davon ab, dass Beweise belastbar sind. Im Fall von Werner M., der gerade wegen Mordes an seiner Lebensgefährtin Claudia K. vor der Schwurgerichtskammer des Bayreuther Landgerichts steht, geht es um alles. Auf Mord steht lebenslänglich. Das sind mindestens 15 Jahre im Gefängnis. Es können auch mehr sein. Da darf den Ermittlungsbehörden und vor allem auch dem Gericht kein Detail zu unbedeutend sein. Auch dann nicht, wenn sich das Zusammentragen von Fakten über Stunden hinzieht. Auch dann nicht, wenn nicht einmal mehr die Angehörigen des Angeklagten es im Gerichtssaal aushalten und vorzeitig gehen. Immerhin waren sie am Dienstag die letzten, die den Zuhörerraum verlassen haben. Die anderen Besucher dieses Prozesstages hatten schon viel früher aufgegeben.