Motocross „Endlich wieder Motocross“

Auch beim MSC Höchstädt ist ein Stück Normalität zurückkehrt. Das erste Rennen nach fast zweijähriger Corona-Pause ist ein voller Erfolg. Organisatoren und Rennläufer geben ihr Bestes. Die Lokalmadatoren mischen beim Kampf um die vorderen Plätze tüchtig mit.

Höchstädt - Die Sonne strahlte am Sonntag mit den Fahrern des Nordbayerischen ADAC MX Cup und des Nordbayerischen-Thüringen Cups sowie den Mitgliedern des Veranstalters MSC Höchstädt um die Wette. Bei bestem Herbstwetter präsentierten die Motorsportler ihren Fans nach der langen Corona-Zwangspause von fast zwei Jahren das erste Mal wieder Sport vom Feinsten. In nur knapp zwei Wochen hatte der MSC Höchstädt alles möglich gemacht, um die Veranstaltung am Tag der Deutschen Einheit sowohl nach sportrechtlichen als auch nach den vorgegebenen Hygienerichtlinien durchführen zu können.

„Endlich wieder Motocross“ – das war fast überall an der Strecke zu hören. Der MSC Höchstädt hatte sich dazu entschieden, das Rennen nur auf einen Tag zu beschränken. Dies hatte zur Folge, dass die verschieden Klassen zusammengelegt werden mussten, um den Zeitplan einhalten zu können. Dafür bot sich den Zuschauern am Start ein gewaltiges Bild, fast 40 Motorräder schoben sich gemeinsam über die Startmaschine und ließen den Boden beben. Nur in der Schüler- und Jugendklasse starteten die Fahrer nicht gemeinsam, da die Streckenführung und auch die Renndistanz etwas kürzer waren.

In der Schülerklasse B gingen nur sieben Fahrer an den Start, aber sie zeigten schon eindrucksvoll, was man mit Können aus einer 65er Crossmaschine herausholen kann. Jonas Haimerl aus Südbayern sicherte sich hier den Sieg.

In der mit 19 Startern gut gefüllten Jugendklasse A dominierte von Anfang der Lokalmatador Nico Kindl auf seiner Husqvarna. Er gewann zum Schluss unter tosendem Jubel seiner Fans die Klassenwertung.

In der Klasse MX1 gingen von 19 Startern gleich fünf Lokalmatadoren an den Start und lieferten sich mit ihren Kontrahenten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Tony Steinhäuser und MX-Cup-Meister Sascha Wölfel stellten einmal mehr unter Beweis, wie gut sie mit der Pause klar gekommen sind,. Es war spannend bis zum Schluss, mal war Steinhäuser vorne, mal wieder Wölfel – bis sich Tony Steinhäuser den Sieg fair schnappte. Jan Linnemanns­töns, Marc Rothermund und Hannes Förster belegten gute Plätze im etwas hinteren Starterfeld.

Bei der MX2- Jugend gingen die Lokalmatadoren Henri Wegmann und Ricky Wagner in die Vollen – Ausbeute waren ein toller fünfter Platz für Wegmann. Und Wagner sicherte sich Rang zehn von immerhin 17 Startern.

Die Ladies-Klasse war etwas dünn besetzt, deswegen starteten die Rennläuferinnen gemeinsam mit der Jugend A Klasse. Hier holte sich Corinna Schlicht aus Lauf den Tagessieg.

Bei der Klasse MX2/2 lieferten sich die ersten fünf lange Zeit ein spannendes Rennen, bis sich Luca Harms als Erster absetzen konnte, Tim Meister vom MSC Höchstädt kam als Fünfter von 16 Startern ins Ziel – eine starke Leistung.

Die Teilnehmer in den Klassen Ü 35, Ü 45 und Hobby gingen gemeinsam an den Start. In der Hobbyklasse durften gleich zwei Lokalmadatoren aufs Treppchen steigen. Nico Weber auf Platz eins und Robert Ragany, der Hufschmied aus Höchstädt, auf Platz zwei. Auch in der Ü 45 Klasse haben sich zwei MSCler gut geschlagen – Matthias Wagner erarbeitete sich den sechsten Platz und der „dienstälteste“ Aktive Werner Eisel den zehnten Platz.

„Ein toller Tag, mit vielen glücklichen Gesichtern, ich bin so froh, dass wir uns entschlossen haben, die Veranstaltung durchzuziehen“, strahlte auch MSC-Vorsitzender Achim Krautzberger nach dem Rennen übers ganze Gesicht. Und er lobte vor allem auch sein gesamtes Organisationsteam: „Wir haben alles gegeben, um den Fahrern und auch den Fans wieder mal etwas Normalität zu vermitteln.“ Die Luca-App zur Kontaktdatenerfassung sei fleißig genutzt worden und auch alle anderen Maßnahmen wie die Einbahnstraßenregelung bei der Bewirtung hätten gut funktioniert. Aber für Krautzberger das Allerbeste: „Es gab keine nennenswerte Unfälle, und alle waren zufrieden.“ AK

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